Timo Boll stand angesichts anhaltender Rückenschmerzen zwischenzeitlich schon vor dem Rücktritt. "Ich stellte meine Karriere infrage", schrieb der 15-malige Europameister in einer Kolumne für das "Magazin Fit for fun". Seine verletzungsbedingte Absage bei der WM 2009 in Yokohama sei für Boll der Tiefpunkt gewesen.

Seit zehn Jahren kämpft der heute 30-Jährige mit Rückenproblemen: "Ich habe vieles probiert: Akupunktur, Osteopathie, Chiropraktik - hat aber alles nur kurz gewirkt." Sogar einen Wunderheiler habe Boll konsultiert.

Erst mit dem Wechsel zu Sportmediziner Johannes Peil, der auch Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher und Turner Fabian Hambüchen betreut, stellte sich Besserung ein.

Peil habe ihm gesagt: "Du spielst zu viel Tischtennis. Die vielen Drehungen im Oberkörper, und das mit deinem Rücken." Daraufhin habe er sein Training komplett umgestellt. "

Statt zweimal habe ich von da an nur noch einmal am Tag gespielt. Und in der zweiten Trainingseinheit Kräftigungsübungen gemacht. Ich habe meine Balance gefunden, ich merke, wenn es zu viel ist. Heute bin ich fast schmerzfrei."

Dennoch dosiert Boll vor allem die Wettkampf-Belastung, so verzichtete er zuletzt auf einen Start beim European Super Cup Anfang November in Russland.

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