Verkehrte Welt im deutschen Tischtennis: Während sich die erfolgsverwöhnten deutschen Herren im Finale der European Nations League in Chemnitz Schweden geschlagen geben mussten, feierten die Damen gegen Europameister Niederlande einen unerwarteten Triumph.

Dem Team von Bundestrainer Jörg Bitzigeio genügte am Dienstagabend im Finalrückspiel in Chemnitz gegen Europameister Niederlande bereits der Punktgewinn durch das 3:0 von Sabine Winter aus Schwabhausen gegen Britt Eerland zum Triumph.

Deutschland hatte das Hinspiel Ende Oktober in den Niederlanden überraschend 3:0 gewonnen und damit den Grundstein zum Gesamterfolg gelegt.

Vor der dritten Partie von Winter gegen das 17 Jahre alte Talent Eerland hatten Kristin Silbereisen (Kroppach) gegen Linda Creemers (1:3) und Ex-Europameisterin Jiaduo Wu gegen Li Jie (0:3) verloren.

Nicht in der deutschen Mannschaft stand Vizeeuropameisterin Irene Ivancan. Die Berlinerin wurde mit Blick auf das Champions-League-Spiel ihres Vereins am Donnerstag geschont.

Die Hoffnungen der Herren, die ohne ihre Stars Timo Boll, Patrick Baum, Dimitrij Ovtcharov und Christian Süß angetreten waren, erfüllten sich dagegen nicht.

Nach der 2:3-Niederlage in Skandinavien verlor die Mannschaft von Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf in Chemnitz 0:3.

Die Herren kamen gerade einmal auf zwei Sätze. Steffen Mengel verlor gegen Kristian Karlsson ebenso 1:3 wie Ruwen Filus gegen Robert Svensson. Zoltan Fejer-Konnerth unterlag Jens Lundquist 0:3.

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