Bundestrainer Jörg Roßkopf sieht die Kürzung des Wettkampfprogrammms für die bevorstehende EM im dänischen Hering (17. bis 21. Oktober) als Entwertung der Titelkämpfe. "
Die EM, so wie das Turnier jetzt in Hering gespielt wird, ist doch keine EM mehr", sagte der ehemalige Doppel-Weltmeister und frühere EM-Champion beim Medientag der Nationalmannschaft am Mittwoch im Deutschen Tischtennis-Zentrum (DTTZ) in Düsseldorf.
Erstmals in der 54-jährigen EM-Historie werden in Hering lediglich im Einzel und Doppel kontinentale Champions ermittelt und keine Team-Wettbewerbe ausgespielt. Erst 2013 in Österreich wieder und danach im Zwei-Jahres-Rhythmus gehört die Mannschaft zum EM-Programm.
Durch die Umstellung erhofft sich der Europa-Verband eine kompaktere Präsentation und damit größere Attraktivität für die Medien. Das traditionelle Mixed war bereits vor mehreren Jahren aus dem EM-Programm gestrichen und zu einem ausgelagerten Wochenend-Wettbewerb abgestuft worden.
Aus Roßkopfs Sicht müssten die Aktiven ohne die Mannschafts-Konkurrenzen nicht mehr so viel Wettkampfhärte für den Gewinn des Einzel-Titels aufbringen.
"Die EM in Hering ist ein dreitägiges Turnier, die Spieler treffen sich, und am Ende wird der Europameister gekürt. Für die älteren Spieler ist das toll, aber früher musste man erst zehn Tage arbeiten, Mannschaft, Doppel, Mixed und Einzel spielen, damit einer am Ende Europameister wird, jetzt sind es für die besten Spieler nur noch drei Tage mit zwei Spielen pro Tag. So ist das nur noch ein Turnier wie eines der ganzen World-Tour-Turniere jede Woche", sagte der Rekordnationalspieler.

Lawrence Okoye wird Footballspieler: Der britische Modellathlet erhält bei den San Francisco 49ers einen Dreijahresvertrag. Der Head Coach des Vizemeisters schwärmt. Sportler auf Abwegen.