Timo Boll will mit dem deutschen Rekordmeister Borussia Düsseldorf ein neues Kapitel europäischer Tischtennis-Geschichte schreiben.

Durch einen Triumph beim mit 100..000 Euro dotierten European Super Cup ab Freitag im russischen Orenburg würden die ETTU-Pokal-Gewinner als Premieren-Sieger des neuen Prestige-Wettbewerbs in die Annalen eingehen und zugleich ihren insgesamt 60. Titel holen.

"Ein Titel bei einem Turnier mit den besten Mannschaften Europas hat für den Verein und auch für mich eine große Bedeutung", sagt EM-Rekordchampion Boll vor dem Halbfinale gegen Champions-League-Finalist UMMC Jekaterinenburg (9 Uhr).

Nach einem langen Jahr mit Team-WM, Olympia und EM mobilisiert der Weltranglistenfünfte für Düsseldorfs ersten Saisonhöhepunkt noch einmal alle Kräfte: "Zwischen Spielen und Turnieren bin ich schon müde, aber in einem Turnier ist der Wille immer noch größer als die Müdigkeit."

Ein Verzicht auf die Teilnahme an dem neuen Wettbewerb, in dem der einheimische Champions-League-Sieger Fakel Orenburg mit dem deutschen Olympia-Dritten Dimitrij Ovtcharov und der südkoreanische Wildcard-Starter SLI Seoul den zweiten Teilnehmer für das Finale am Samstag ermitteln, war für Düsseldorfs Manager Andreas Preuß kein Thema.

"Das Turnier ist nicht nur wegen des in Europa einmaligen Preisgelds für Mannschaften eine große Chance für das Vereins-Tischtennis. Das Format ist optimal und bietet durch die Teilnahme eines asiatischen Gast-Teams sogar Vermarktungschancen über unseren eigenen Kontinent hinaus. Außerdem wollen wir beweisen, dass wir die wahre Nummer eins in Europa sind", sagte Preuß.

Seinem erfolgsgewohnten Team bietet sich durch die Einführung des Super Cups zudem die Chance auf einen neuen Superlativ:

Nachdem die Borussen 2010 und 2011 durch die Titel in der Champions League, in der Meisterschaft und im deutschen Pokal das "Double Triple" erreicht haben, können Boll und Co. erstmals sogar vier Titel in einer Saison gewinnen.

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