Zeitenwandel im Tischtennis: Erstmals in der 17-jährigen Geschichte der World Tour treten Chinas Olympiasieger und Weltmeister ab Mittwoch bei den Korean Open im Doppel mit ausländischen Partnern an.

Chinas Cheftrainer Liu Guoliang begründete die Öffnung mit der Verpflichtung, als weltweit führende Nation den Tischtennis-Sport weiter entwickeln und populärer machen zu müssen.

In Incheon spielen der Weltranglistenerste Ma Long, Einzel-Olympiasieger und Weltmeister Zhang Jike, zwei weitere Asse aus den Top 10 und die vielversprechendste Nachwuchshoffnung (Nummer 21) mit Aktiven der Gastgeber. Der frühere Weltranglistenerste Xu Xin gibt dem Franzosen Adrien Mattenet praktischen Anschauungsunterricht.

Chinas Dominanz im Tischtennis dauert mittlerweile fast ein Jahrzehnt an. Mit jeweils einer Ausnahme gingen bei den Herren und bei den Damen alle WM-Titel und Olympiasiege in dem Zeitraum an die Zelluloidkünstler aus dem Reich der Mitte.

Die Übermacht der Chinesen in ihrem Volkssport hat sich inzwischen zu einem generellen Problem für das Tischtennis entwickelt und auch in China selbst zu sinkenden Popularitätswerten geführt. Von mehr Spielern aus unterschiedlichen Nationen verspricht sich besonders der Weltverband ITTF eine Attraktivitätssteigerung.

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