Europas letzter Tischtennis-Weltmeister hält den Alten Kontinent vor der WM in Paris (13. bis 20. Mai) im Konkurrenzkampf mit China für praktisch chancenlos.

"Wir sollten uns nicht selbst belügen", sagte der Österreicher Werner Schlager vor der Rückkehr an die Stätte seines WM-Triumphes von 2003 im Gespräch mit dem Fachmagazin "tischtennis".

Aus Sicht des 40-Jährigen gehen selbst Rekord-Europameister Timo Boll (Düsseldorf) und der frühere Weltranglistenerste Wladimir Samsonow (Weißrussland) nur als Außenseiter in das WM-Turnier.

"Um eine für uns Europäer unangenehme Wahrheit auszusprechen: Kein Europäer, also kein Boll und kein Samsonow, hat derzeit eine 50:50-Chance gegen China - leider", sagte Schlager.

Auch dem Olympia-Dritten und Weltranglistensiebten Dimitrij Ovtcharov (Hameln/Orenburg-Russland) traut der frühere WM-Champion den Einbruch in die Phalanx der dominierenden Chinesen nicht zu: "Bei ihm sehe ich noch Defizite im mentalen Bereich."

Schlager zieht sich zunehmend aus dem aktiven Tischtennis zurück. Sein bislang letztes Match bestritt der frühere Doppel-Europameister im Herbst 2012 bei der EM in Dänemark. In Paris will Schlager, der sich in seiner Heimat verstärkt auf die Weiterentwicklung seiner Tischtennis-Akademie konzentriert, allerdings wieder aufschlagen.

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