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Timo Bracht gewann den Ironman Europe bereits zum zweiten Mal © getty

Der Odenwälder löst ein Versprechen in Rekordzeit ein. Bei den Frauen gewinnt Wallenhorst im Duell der Rekordhalterinnen.

Frankfurt/Main - Timo Bracht hat seine Ankündigung wahr gemacht und beim Triathlon-Heimspiel in Frankfurt zum zweiten Mal nach 2007 Europas Ironman-Thron bestiegen.

Der Odenwälder behielt bei der Hitzeschlacht kühlen Kopf, verwies mit Streckenrekord den Spanier Eneko Llanos sowie Titelverteidiger Chris McCormack aus Australien auf die Plätze zwei und drei und feierte damit eine gelungene Revanche für Rang drei im Vorjahr (Bracht auf dem Zenit) .

"Ich bin ganz ehrlich, ich hatte schon nicht mehr an den Sieg geglaubt. Aber irgendwas in mir ist zurückgekommen. Manchmal sind die schwierigsten Dinge im Leben ganz einfach", sagte Bracht und ließ sich im Ziel auf dem altehrwürdigen Römer feiern.

Bracht siegt in Streckenrekord

Bracht entriss McCormack nicht nur den Titel, sondern auch den Streckenrekord. Nach der Schinderei in drei Akten (3,8 km Schwimmen, 180 km Rad fahren und Marathon) blieb Bracht in 7:59,01 Stunden 54 Sekunden unter der alten Marke des Australiers aus dem Vorjahr und bedankte sich danach bei dem Erzrivalen:

"Wir sind heute lange Zeit zusammengelaufen. Ohne ihn hätte ich nicht gewonnen. Außerdem habe ich viel von ihm gelernt", sagte Bracht.

Zwei Triumphe in Frankfurt hatte bislang lediglich Stefan Holzner gefeiert. Damals war das Rennen aber noch nicht als Ironman Europe ausgetragen worden.

Bei hohen Temperaturen hatte Bracht vor geschätzten 500.000 Zuschauern an der Strecke lange mit seinem Angriff gewartet.

McCormack bricht ein

Während McCormack, der sich zur ruhigen Vorbereitung in einem Altenheim in Darmstadt eingemietet hatte, nach einer furiosen Aufholjagd an der Spitze einbrach und mit Muskelbeschwerden "alt" aussah, stürmte Bracht sieben Kilometer vor dem Ziel in Führung und gab Platz eins nicht mehr ab.

Hessens Ministerpräsident Roland Koch hatte um 6.45 Uhr den Startschuss gegeben. Halbdistanz-Weltmeister Terenzo Bozzone aus Neuseeland war als Schnellster vor Llanos und Andreas Raelert (Buschhütten) aus dem Langener Waldsee auf das Rad geklettert.

Raelert, der von der olympischen Strecke auf die Langdistanz gewechselt war, belegte bei seinem zweiten Ironman einen starken vierten Rang.

Als zweites Rennen hinter dem legendären Wettkamp auf Hawaii hat sich der Ironman Europe, der mindestens bis 2016 in Frankfurt ausgetragen wird, längst etabliert.

Bereits am kommenden Sonntag steht beim traditionellen Rennen auf der Langdistanz in Roth die nächste Station bei den deutschen Triathlon-Festspielen an. Am 26. Juli folgt dann der WM-Lauf über die olympische Strecke in Hamburg.

Wallenhorst siegt bei den Frauen

Bei den Frauen entschied Sandra Wallenhorst das Duell der beiden Rekordhalterinnen für sich.

Die schnellste Frau der Ironman-Serie aus Hannover setzte sich in 8:58:08 Stunden gegen die Niederländerin Yvonne Van Vlerken durch, die die Bestzeit auf der Langdistanz hält.

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