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Beim Ironman Germany 2007 in Frankfurt reichte es für Göhner bereits zu Platz zwei © imago

Der Topfavorit schwächelt, doch Michael Göhner rettet die deutsche Ehre. Beim Sieg in Roth durchbricht er die Acht-Stunden-Marke.

Roth - Der zweimalige Hawaii-Sieger Normann Stadler quälte sich beim traditionsreichen Rennen in Roth auf Platz vier. Dafür stahl Michael Göhner dem Topfavoriten mit seinem Triumph in Roth die Schau.

"Das ist ein unbeschreibliches Gefühl - zumal ich auch noch die Acht-Stunden-Marke durchbrochen habe", sagte Göhner nach dem größten Erfolg in seiner Profikarriere und nahm im Ziel liebevoll seinen Sohn auf den Arm.

Zweiter deutscher Triumph innerhalb einer Woche

In 7:55:53 Stunden verwies der 29-Jährige aus Kirchentellinsfurt bei Reutlingen auf der Ironman-Distanz (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, 42,195 km Laufen) den Australier Pete Jacobs (8:02:01) und den Neuseeländer Richard Usher (8:02:15) auf die Plätze zwei und drei.

Damit sorgte Göhner nach dem Sieg von Timo Bracht beim Ironman Europe in Frankfurt für den zweiten deutschen Erfolg innerhalb einer Woche.

Stadler nur auf Rang vier

Dem frischgebackenen Vater Stadler blieb nur der Respekt vor dem Sieger. "Michael war heute der Beste und hat verdient gewonnen. Ich hatte nichts mehr zuzusetzen", erklärte der Mannheimer.

Eigentlich wollte der "Nominator" in Roth in die Erfolgsspur zurück finden. Doch den vollmundigen Ankündigungen ließ der erschöpfte Stadler keine Taten folgen. Für ihn reichte es nur zu Rang vier (8:03:43) vor Vorjahressieger Patrick Vernay aus Frankreich (8:03:46).

Welltington siegt bei den Frauen

Die amtierende Hawaii-Gewinnerin Wellington blieb bei ihrer Galavorstellung 13:49 Minuten unter der bisherigen Bestzeit der Niederländerin Yvonne Van Vlerken aus dem Vorjahr.

Die schnellste Frau der Ironman-Serie ist nach wie vor Sandra Wallenhorst aus Hannover (8:47:26), die vor einer Woche den Ironman Europe in Frankfurt gewonnen hatte.

Frodeno kapituliert vor der Kälte

Noch schlimmer als für Stadler verlief der WM-Lauf für Frodeno beim Hattrick des Briten Alistair Brownlee in Kitzbühel.

Während Maik Petzold als Vierter und Ex-Weltmeister Daniel Unger auf Platz fünf zumindest im Vorderfeld landeten, gab der "Herr der Ringe" den Alpentriathlon bei Regen und Kälte zu Beginn der Laufstrecke auf.

"Mir war noch nie so kalt wie hier in Tirol", klagte der Saarbrückener, ehe er sich zum Aufwärmen ins Bett zurückzog.

Unger gelingt Rückkehr in die Weltspitze

Auch "Frodos" Teamkollege Petzold und Unger (Bad Saulgau) litten unter den widrigen Bedingungen, waren aber zufrieden.

"Es war superkalt, und ich bin völlig kaputt, aber ich habe meine gute Form bestätigt", sagte Petzold.

Für Unger, der nach dem Rennen zurück zu seiner hochschwangeren Lebensgefährtin fuhr, war es die Rückkehr in die Weltspitze: "Ich hatte zuletzt mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, deshalb bin ich über Platz fünf heilfroh."

Brownlee vor dem Europameister

Das Maß aller Dinge auf der olympischen Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen) war zwei Wochen vor dem nächsten Rennen in Hamburg aber einmal mehr Brownlee.

"Mr. Flying Foot" triumphierte in 1:43:12 Stunden zum dritten Mal in Folge und blieb dabei vor Europameister Javier Gomez aus Spanien (1: 43:19) und dem Franzosen Laurent Vidal (1:43:22).

Das Finale der neuen WM-Serie findet am 13. September in Brisbane an der australischen Goldküste statt. Dazu kann jeder Athlet maximal vier der sieben Rennen in die Gesamtwertung einbringen. Insgesamt ist die Serie mit 150.000 US-Dollar (107.000 Euro) dotiert.

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