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Petzold (l.) bejubelt mit Shoemaker (Mi.) und Brukhankov die Führung in der Gesamtwertung © getty

Der 31-Jährige sichert sich als Tages-Sechster den Spitzenrang. Den Podiumsplatz verpassen Deutschlands Triathleten allerdings.

Hamburg - Deutschlands Triathleten haben beim Heimrennen in Hamburg den erhofften Podiumsplatz knapp verpasst, durch Maik Petzold aber die Führung in der neuen WM-Serie erobert.

Während Steffen Justus beim Sieg des US-Amerikaners Jarrod Shoemaker als bester Deutscher Vierter wurde, setzte sich der 31-jährige Petzold als Tages-Sechster beim fünften von acht WM-Läufen an die Spitze der ITU-Rangliste.

Olympiasieger Jan Frodeno blieb als Zehnter etwas hinter den Erwartungen zurück.

Brownlee und Gomez nicht am Start

"Ich wäre gerne noch etwas weiter vorne gelandet, aber über die WM-Führung freue ich mich natürlich sehr. Es ist aber klar, dass es sehr schwer wird, bis zum Ende der Serie vorne zu bleiben", sagte Petzold.

In der Gesamtwertung lieg der Bautzener mit 2493 Punkten knapp vor dem britischen Seriensieger Alister Brownlee (2400), der ebenso wie der drittplatzierte Spanier Javier Gomez (2368) in der Hansestadt nicht am Start war.

Das Finale der Serie findet am 12. und 13. September an der australischen Goldküste statt (Göhner stiehlt Stadler beim Ironman die Show).

Shoemaker mit starker Laufleistung

Shoemaker sicherte sich seinen ersten Saisonerfolg auf der Olymischen Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen) dank einer starken Laufleistung.

Er setzte sich in 1:44:06 Stunden vor dem Australier Brad Kahlefeldt (1:44:14) und dem Russen Alexander Bruchankow (1:44:16) durch. Justus, der 1:44:21 Stunden benötigte, verpasste das Podium um fünf Sekunden.

Pech hatte dagegen der zweimalige Hamburg-Gewinner und Titelverteidiger Daniel Unger, der auf der Radstrecke einen Reifendefekt hatte und dadurch mehrere Minuten Rückstand kassierte.

Mit fast acht Minuten Rückstand wurde der Ex-Weltmeister Letzter.

Keine deutsche Athletin unter den Top 5

Die deutschen Triathletinnen hatten den Heimsieg am Samstag noch deutlicher verpasst.

Nach dem Vorjahreserfolg von Ricarda Lisk konnte sich bei der achten Auflage der Veranstaltung keine DTU-Athletin unter den Top 5 platzieren.

Der Sieg ging wie erwartet an die WM-Führende Emma Moffat aus Australien, die sich in 1:56:12 Stunden souverän vor der Schwedin Lisa Norden (1:57:06) und Daniela Ryf aus der Schweiz (1:57:39) durchsetzte.

Bei Regen und wenig sommerlichen Temperaturen erreichte die frühere Europameisterin und Gesamtweltcupsiegerin Anja Dittmer (1:58:12) als beste deutsche Teilnehmerin den siebten Rang.

Dittmer auf Rang 13

Die 33-Jährige schaffte damit ihr bestes Saisonergebnis. "Das ist ein Ergebnis, mit dem ich zufrieden bin. Mal sehen, was in den nächsten Rennen noch möglich ist", sagte die 32-Jährige.

Titelverteidigerin Lisk kam dagegen nur auf Platz 18.

Erfreulich waren indes die Leistungen der Nachwuchsathletinnen Kathrin Müller als Elfte und Svenja Bazlen auf Platz zwölf.

Als beste Deutsche in der Gesamtwertung liegt Dittmer mit 1357 Punkten auf dem 13. Rang, während Moffat ihre Führung auf schier uneinholbare 3140 Punkte ausbaute.

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