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In Peking 2008 benötigte Jan Frodeno 1:48,53 für den Triathlon © getty

Nach einer durchwachsenen Saison gewinnt Olympiasieger Jan Frodeno den Japan-Triathlon. Eine Qualle bremst Daniel Unger aus.

Frankfurt/Yokohama - "Frodo" kann wieder lachen: Fast ein Jahr nach dem Triumph von Peking hat der Olympiasieger Jan Frodeno in Yokohama den siebten Lauf der Triathlon-WM-Serie gewonnen und das Tal der Tränen im Land der aufgehenden Sonne überwunden.

"Dieser Sieg gibt mir wieder Zuversicht", sagte der "Herr der Ringe", der sich fünf Tage nach seinem 28. Geburtstag nachträglich selbst das schönste Geschenk bereitete.

Nach einer bislang enttäuschenden Saison nahm Frodeno in Japan allen Mut zusammen und suchte sein Heil in der Flucht nach vorn.

"Ich hatte an mir gezweifelt"

Bei schwülwarmem Wetter verwies der Saarbrückener nach 1,5 km Schwimmen, 40 km Rad fahren und 10 km Laufen in 1:44:31 Stunden den Neuseeländer Kris Gemmell (1:44:49) und Ex-Weltmeister Javier Gomez aus Spanien (1:44:52) auf die Plätze zwei und drei.

"Ich hatte zwischenzeitlich schon an mir gezweifelt. Vor allem nach dem Rennen in Hamburg war ich sehr enttäuscht. Ich habe mich komplett auf den Kopf gestellt und hinterfragt. Jetzt bin ich sehr glücklich", sagte Frodeno.

Frodeno Neunter der Gesamtwertung

Durch den Sieg schob sich Frodeno in der Gesamtwertung auf Platz neun vor. Maik Petzold aus Bautzen wurde Zehnter (1:46:35) und fiel im Gesamtklassement auf Rang vier zurück.

Spitzenreiter vor dem Finale am 12. und 3. September an der australischen Gold Coast ist weiter der Brite Alistair Brownlee, der in Japan nicht am Start war.

Frodeno bedankte sich unter anderem bei Petzold, der die "Flucht" auf dem Rad eingeleitet hatte: "Das war das Beste, was mir passieren konnte. Ich weiß nicht, wie das Rennen sonst verlaufen wäre. Maik hat großartig gearbeitet", sagte Frodeno.

Nun will er beim Finale in Australien nochmal eine gute Leistung bringen, um dann in der neuen Saison wieder voll anzugreifen.

Enttäuschung für Unger

Eine Enttäuschung musste erneut Daniel Unger (Bad Saulgau) hinnehmen. Der Weltmeister von 2007 hatte beim Einschwimmen Kontakt mit einer Qualle und musste seinen Start wegen einer allergischen Reaktion auf das Nesselgift kurzfristig absagen.

Bei den Frauen belegte Ricarda Lisk (Waiblingen) beim Sieg der Schwedin Lisa Norden als beste Teilnehmerin der Deutschen Triathlon Union (DTU) Rang elf.

Beste Deutsche in der Gesamtwertung vor dem Finale ist Anja Dittmer aus Neubrandenburg auf Platz 13.

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