vergrößernverkleinern
Timo Bracht feiert in Roth eine Premiere
Timo Bracht gewann 2009 den Ironman Germany in Frankfurt © getty

Timo Bracht will vierter deutscher Sieger beim berühmtesten Ironman werden. Sandra Wallenhorst muss einen Sturz verschmerzen.

Frankfurt - Deutschlands Triathlon-Traumpaar Timo Bracht und Sandra Wallenhorst greift auf Hawaii nach den Sternen.

Die Sieger des Ironman Europe in Frankfurt haben beim berühmtesten Ironman der Welt ihren jeweils größten Triumph im Visier.

"Ich weiß, dass mich viele ganz vorne sehen. Und ich selbst merke, dass ich wieder das Niveau von Frankfurt erreicht habe", sagt Bracht.

Der Eisenmann aus Eberbach nimmt die Rolle des Mitfavoriten bei der Schinderei über 3,8 km Schwimmen im Pazifischen Ozean, 180 km Rad fahren bei den berüchtigten Mumuku-Winden und 42,195 km Laufen durch die glühenden Lavafelder an.

Bracht ist Mitfavorit

Bracht könnte am Samstag (18.45 Uhr MESZ) in die Fußstapfen der deutschen Sieger Thomas Hellriegel (1997), Normann Stadler (2004 und 2006) und Faris Al-Sultan treten.

Stadler und Al-Sultan sind diesmal nur Außenseiter. Roth-Gewinner Michael Göhner peilt eine Top-Ten-Platzierung an.

Bracht ist nach der Disqualifikation im Vorjahr dagegen heiß auf den ganz großen Coup. "Ich habe hier noch etwas gutzumachen", sagt der 34-Jährige. Und wie sieht sein Erfolgsrezept aus?

Hauptrivalen aus Australien

Bracht: "Ich muss sehen, dass ich am Wendepunkt der Radstrecke nicht zu viel Rückstand habe und ich zu Beginn des Marathons schnell meinen Rhythmus finde."

Als Hauptkonkurrenten sieht Bracht Vorjahressieger Craig Alexander und dessen australischen Landsmann Chris McCormack, der nach seinem Hawaii-Erfolg 2007 in diesem Jahr in Frankfurt von dem Deutschen bezwungen wurde.

Als weiterer Anwärter auf die Krone von Kona gilt der Belgier Marino Vanhoenacker.

Sturz im Training

Bei den Frauen muss Wallenhorst einen Sturz auf dem Rad im Training zu Beginn der Woche verkraften.

"Zum Glück habe ich mir nur ein paar Schürfwunden zugezogen", sagt die 37-Jährige aus Hannover, die im Vorjahr bei ihrem Debüt Platz drei belegte.

Dass Wallenhorst ganz vorne mitmischt, grenzt an ein Wunder.

Erst vor sechs Jahren bestritt die Anwältin ihren ersten Ironman. 2005 erkrankte sie am Pfeifferschen Drüsenfieber. Ende 2006 kam ihr Sohn Philipp Ludwig zur Welt, danach startete sie so richtig durch.

Titelverteidigerin ist Topfavoritin

Als Top-Favoritin gilt die britische Titelverteidigerin Chrissie Wellington. Siegkandidatin ist zudem die Niederländerin Yvonne van Vlerken, die sich in Frankfurt aber Wallenhorst geschlagen geben musste.

Nochmal angreifen will die sechsmalige Hawaii-Siegerin "Swiss Miss" Natascha Badmann.

Dopingfall aufgedeckt

Erschüttert wurde die Sportart vor ihrem wichtigsten Ereignis von einem weiteren Dopingfall.

Bei der Brasilianerin Mariana Ohata wurde bei einer Trainingskontrolle das sogenannte Maskierungsmittel Furosemid entdeckt.

Da sie schon 2002 als Dopingsünderin entlarvt worden war, wurde sie als Wiederholungstäterin für sechs Jahre von allen Wettkämpfen der Internationalen Triathlon Union ausgeschlossen.

Zum Forum - jetzt mitdiskutierenZurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel