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Jan Frodeno gewann in diesem Jahr bereits das Rennen in Seoul © getty

Mit Rang zwei in Hamburg wahrt der Olympiasieger alle Chancen auf denWM-Sieg. Der Tageserfolg entgleitet ihm erst im Schlussspurt.

Hamnburg - Das Rennen verloren, aber den WM-Titel im Visier: Dank eines zweiten Platzes beim Hamburg-Triathlon hat Olympiasieger Jan Frodeno alle Chancen gewahrt, nach der olympischen Goldmedaille auch WM-Gold zu gewinnen.

Knapp geschlagen von dem Spanier Javier Gomez setzte sich der 28-Jährige nach vier von sieben Wettbewerben an die Spitze der WM-Gesamtwertung.

Rang drei in der Tageswertung ging an Tim Don aus Großbritannien.

Gomez enteilt kurz vor Schluss

Bis zwei Kilometer vor dem Ziel hatte der Saarbrücker sogar seinen ersten Sieg in der Hansestadt vor Augen, doch im Verlauf der letzten Laufrunde gelang Gomez der entscheidende Ausreißversuch.

Am Ende lag Frodeno 15 Sekunden hinter dem Iberer, aber auch 34 Sekunden vor Don.

"Mit so einem zweiten Platz ist alles gut. Ich habe 110 Prozent gegeben, am Ende war einfach die Tagesform entscheidend. Die Taktik war in Ordnung, aber am Ende war ich froh, überhaupt noch als Zweiter das Ziel erreicht zu haben", sagte Frodeno nach dem Rennen.

Starker Übergang zum Laufen

Beim Wechsel vom Radfahren zum Laufen setzte sich Frodeno erstmals an die Spitze des Feldes, dabei profitierte der Saarländer von seiner guten Übergangstechnik.

Am Ende reduzierte sich die Entscheidung auf das Duell von Frodeno gegen Gomez.

Etwa 300.000 Zuschauer verfolgten das Rennen in der Hansestadt.

Unger muss passen

Wegen eines Muskelfaserrisses konnte Ex-Weltmeister Daniel Unger, der sich vor drei Jahren in der Hansestadt den WM-Titel gesichert hatte, nicht an den Start gehen.

Pech hatte auch der Schweizer Reto Hug, der beim Radfahren schwer stürzte und aufgeben musste. Von vornherein auf einen Start verzichtet hatte Titelverteidiger Alistair Brownlee, der Brite bereitet sich schon auf sein Heimrennen am kommenden Wochenende in London vor.

Whitfield ohne Chance

Frodenos Trainingspartner Simon Whitfield aus Kanada hatte schon im Verlauf des Radrennens entscheidend an Boden verloren.

Dem Olympiasieger von Sydney 2000 gelang es nicht, den Anschluss an die Spitzengruppe herzustellen und spielte im Kampf um den Sieg schon frühzeitig keine Rolle mehr.

Wasiljew führt nach Schwimmen

Als erster der 67 Triathleten war Schwimm-Spezialist Denis Wasiljew aus Russland knapp vor seinem Landsmann Dimitri Poljanski sowie dem lange verletzten Bautzener Maik Petzold (Knochenödem am Kreuzbein) nach 1500 Metern aus dem Wasser der Binnenalster gestiegen.

Mit nur sechs Sekunden Rückstand nahm Frodeno zu diesem Zeitpunkt den sechsten Platz ein.

Dittmer hofft auf Top-Ten-Platzierung

Die WM-Serie wird am Sonntag (15.15 Uhr) mit dem Wettkampf der Frauen fortgesetzt.

Dabei hofft die zweimalige Hamburg-Siegerin Anja Dittmer aus Neubrandenburg auf eine Top-Ten-Platzierung. Favorisiert sind die beiden Australierinnen Emma Moffatt und Emma Snowsill.

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