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Jan Frodeno belegt beim WM-Finale in Budapest Platz 41 © getty

Der Olympiasieger bricht beim WM-Finale in Budapest völlig ein. Steffen Justus wird Zweiter hinter Weltmeister Javier Gomez.

Budapest - Erst kämpfte Triathlon-Olympiasieger Jan Frodeno mit der Kälte, dann mit den Tränen.

Nach einem völlig verpatzten WM-Finale hat der Herr der Ringe den historischen WM-Triumph verpasst.

In Budapest landete "Frodo" auf Rang 41 und büßte damit in der Gesamtwertung sogar einen Podestplatz ein. In die Bresche sprang sein Saarbrücker Teamkollege Steffen Justus, der hinter dem Spanier Javier Gomez Vize-Weltmeister wurde.

"Habe mir nichts vorzuwerfen"

"Wer oben ist, kann tief fallen", sagte Frodeno: "Das kühle und feuchte Wetter war nichts für mich. Das soll keine Entschuldigung sein. Ich habe mir aber nichts vorzuwerfen und habe über die gesamte Saison alles gegeben."

Frodeno hätte bei einem WM-Sieg Geschichte geschrieben und als erster Triathlet nach Olympia 2008 in Peking auch die Weltmeisterschaft gewonnen. Einziger deutscher Triathlon-Weltmeister bleibt damit Daniel Unger, der sich 2007 den Titel gesichert hatte. In Budapest schied Unger nach einem Raddefekt aus.

Als Dritter zum Laufen

Frodeno war als Spitzenreiter in die Donaumetropole gereist, und zunächst lief es auch gut. Als Dritter wechselte der 29-Jährige vom Rad auf die Laufstrecke - das hätte zum WM-Coup gereicht.

Doch bei den abschließenden zehn Kilometern brach Frodeno völlig ein. "Ich war unterkühlt, das war mir schon vergangenes Jahr einmal passiert", erklärte Frodeno.

Gomez zweiter Titel

Dafür schob sich Steffen Justus in der Gesamtwertung noch auf Rang zwei vor. "Davon habe ich vorher nur geträumt. Ich wusste, dass einige vor mir patzen mussten", sagte Justus, der sich in Budapest nur dem entthronten britischen Weltmeister Alistair Brownlee und Gomez geschlagen geben musste.

Für Gomez war es der zweite WM-Titel nach 2008. Justus zeigte Mitgefühl für Frodeno: "Das ist unglaublich brutal für ihn."

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