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Faris Al-Sultan hat 2005, 2008, 2010 und 2011 den Ironman gewonnen © getty

Der Münchner krönt sich beim Ironman Europe zum Europameister und ist überrascht. Drei Deutsche schaffen es auf das Treppchen.

Frankfurt/Main - Der Münchner Faris Al-Sultan hat zum ersten Mal den Ironman Europe in Frankfurt/Main gewonnen und sich den Titel des Europameisters gesichert.

Der Hawaii-Sieger von 2005 benötigte für 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und den abschließenden Marathon über 42,195 km eine Zeit von 8:13:50 Stunden.

Den deutschen Dreifach-Triumph auf dem Treppchen machten Jan Raphael (8:19:31) und Michael Göhner (8:20:26) perfekt.

Bei der zehnten Auflage des Ironman im Rhein-Main-Gebiet trotzte der 33-jährige Al-Sultan Regen, Wind und den kühlen Temperaturen von nur 14 Grad.

"Ich wundere mich fast"

"Ich wundere mich fast, dass ich hier gewonnen habe. Das war nicht mein Wetter, das waren Monsterbedingungen. Ich bin wahnsinnig glücklich, denn auf dem Rad kam ich mir gar nicht so schnell vor", sagte Al-Sultan.

Der "Eisenmann" aus Bayern erarbeitete sich auf seiner Rennmaschine einen Vorsprung von 8:55 Minuten, den er auf der Laufstrecke am Mainufer nicht einbüßte.

Bei den Frauen setzte sich die Favoritin Caroline Steffen aus der Schweiz (9:12:13) durch.

Steffen siegt trotz Krämpfen

Die 32 Jahre alte Vize-Weltmeisterin stellte auf dem Rad einen neuen Streckenrekord (4:51:07) auf und ließ sich auch von Krämpfen beim Laufen nicht bremsen.

Als beste Deutsche kam die Regensburgerin Sonja Tajsich (9:14:14) auf Platz drei. Lucie Zelenkova aus Tschechien (9:13:45) wurde Zweite. Sandra Wallenhorst aus Hannover, Gewinnerin der letzten beiden Jahre, konnte wegen einer Knieverletzung nicht antreten.

Im Männer-Feld war Titelverteidiger Andreas Raelert wie sein Bruder Michael Realert (beide Rostock) nicht am Start.

Doppel-Weltmeister nicht am Start

Während Andreas freiwillig verzichtete, musste der vier Jahre jüngere Michael in der vergangenen Woche seinen ersten Start bei einem Rennen über die Langdistanz absagen.

Den Doppel-Weltmeister über die halbe Ironman-Distanz (70.3) plagt eine Wirbelverletzung im Beckenbereich.

Ungeachtet der widrigen Witterung war der Jubiläums-Ironman am Main erneut eine Veranstaltung der Superlative:

Während des Wettkampfs, an dem rund 2300 Athleten teilnahmen, wurden insgesamt 18.000 Bananen, 15.000 Energieriegel, 7000 Frankfurter Würstchen, 8000 Stück Kuchen und 250 kg Melonen gereicht.

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