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Anja Dittmers bestes Ergebnis bei Olympischen Spielen war ein elfter Platz © dpa Picture Alliance

Die 35-Jährige sichert sich ihre vierte Olympia-Teilnahme. Auch Frodeno und Justus fahren nach London. Petzold darf nicht.

München - Anja Dittmer hat sich als erste Triathletin zum vierten Mal für die Olympischen Spiele qualifiziert.

Mit ihrem ersten Podiumsplatz bei einem WM-Rennen sicherte sich die Neubrandenburgerin gleich beim ersten Versuch das Ticket für die Sommerspiele im kommenden Jahr an gleicher Stelle.

"Ich kann es selber kaum glauben. Aber ich wollte diese Qualifikation unbedingt und bin jetzt etwas sprachlos, dass es so gut geklappt hat", sagte die 35-Jährige nach ihrem dritten Platz: "Ich bin zwar immer zu hundert Prozent motiviert, aber hier hatte ich noch eine Extramotivation, die ich gar nicht beschreiben kann."

Bei den Männern sicherten sich am Sonntag Steffen Justus (Jena) und Olympiasieger Jan Frodeno das Olympia-Ticket.

Vize-Weltmeister Justus mit einem starken fünften Platz und der Kölner Frodeno als Elfter erfüllten das Qualifikationskriterium.

Rank und Buchholz abgeschlagen

Pech hatte dagegen Maik Petzold (Bautzen), der als Zwölfter das Olympia-Kriterium erfüllte, jedoch aufgrund des auf zwei Plätze begrenzten Start-Kontingents eines Landes die Qualifikation verpasste.

Sebastian Rank (Apolda/28.) und Gregor Buchholz (Berlin/34.) kamen abgeschlagen ins Ziel.

Keine Schokolade für Dittmer

Intensiv hatte sich Dittmer auf den Wettkampf in der britischen Hauptstadt vorbereitet. Sie verzichtete auf das Heimrennen in Hamburg, verbrachte drei Wochen im Höhentrainingslager und vier weitere auf dem Olympiastützpunkt in Saarbrücken.

"Da habe ich quasi 24 Stunden auf diesen Wettkampf hingearbeitet und beispielsweise auch auf Schokolade verzichtet", sagte Dittmer.

Die frühere Weltcupsiegerin, Schwester des dreimaligen Kanu-Olympiasiegers Andreas Dittmer, hatte 2000 in Sydney beim olympischen Debüt der Sportart zum ersten Mal an Sommerspielen teilgenommen.

Der Traum, in London zum vierten Mal beim sportlichen Großereignis dabei zu sein, war für Dittmer eine ganz besondere Motivation: "Ich denke, dass mein unbedingter Wille zu Olympia zu fahren entscheidend war".

Bazlen verpasst die Quali knapp

Dittmer war die einzige der sechs deutschen Starterinnnen, die am Samstag unter die Top-12 kam und damit das Qualifikationskriterium erfüllte.

Der Sieg ging nach 2:00,34 Stunden an die Britin Helen Jenkins, Zweite wurde die Amerikanerin Gwen Jorgensen.

Svenja Bazlen (Stuttgart) schrammte nach zuletzt drei Top-10-Platzierungen in der WM-Serie mit Rang 13 knapp an der Olympia-Qualifikation vorbei.

Kathrin Müller (Potsdam/21.), Ricarda Lisk (Schorndorf/49.), Anne Haug (München/54.) und Rebecca Robisch (Saarbrücken/56.) blieben dagegen weit zurück.

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