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Anne Haug (m.) belegte bei den Olympischen Spielen in London Platz elf © getty

In Auckland triumphiert Anne Haug erneut. Anja Knapp stoppt ein Tritt in den Magen. Die Herren hadern bis auf einen.

Auckland - Für Triathletin Anne Haug begann die diesjährige WM-Serie, wie sie im vergangenen Jahr geendet hatte: Mit einem Sieg in Auckland wurde die 30-Jährige ihrer Favoritenrolle gerecht und feierte einen WM-Auftakt nach Maß (Die Highlights am Freitag, 12. April im TV auf SPORT1).

Bereits im Vorjahr hatte Haug in Neuseeland beim damals abschließenden Wettkampf als bisher einzige Deutsche ein Rennen der 2009 eingeführten Weltserie gewonnen.

"Ich bin überwältigt und total zufrieden", sagte Haug, nachdem sie in 2:08:20 Stunden die Niederländerin Maaike Caelers über die olympische Distanz von 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen auf Platz zwei verwiesen hatte. Dritte wurde die Australierin Felicity Abram.

"Die härtesten 1000 Meter"

"Dieser letzte Kilometer fühlte sich eher wie zwei an, das waren mit die härtesten 1000 Meter, die ich je gelaufen bin", sagte die Bayreutherin, die sich erst mit einem langgezogenen Schlussspurt entscheidend von den Konkurrentinnen absetzen konnte.

Zuvor hatte sie mit einem starken Auftritt auf dem Rad ihren Rückstand nach dem Schwimmen wieder gut gemacht. Nach ihrem Vorjahres-Erfolg und dem Sieg im ersten Weltcup-Rennen der Saison vor drei Wochen im australischen Mooloolaba feierte Haug damit ihren dritten Erfolg nacheinander.

Die beiden anderen Vertreterinnen der Deutschen Triathlon Union (DTU), Anja Knapp und Anja Dittmer, kamen erst auf den Plätzen 19 und 20 ins Ziel. "Beide hatten mit unterschiedlichen Problemen zu kämpfen", erklärte DTU-Projekttrainer Ralf Schmiedeke: "Knapp hatte in der zweiten Schwimmrunde einen Tritt in die Magengegend erhalten, der sie vor allem beim Laufen hinderte. Dittmer hatte auf dem schweren Radkurs Probleme und kam so nie richtig in den Wettkampf rein."

Gomez siegt vor Landsmann

Ebenfalls weniger zufrieden konnten die deutschen Herren mit ihrem Auftakt in die WM-Serie sein.

Beim Sieg des Olympiadritten und früheren Weltmeisters Javier Gomez (1:55:50 Stunden) aus Spanien vor seinem Landsmann Mario Mola und dem Portugiesen Joao Silva schaffte nur Jan Frodeno (1:57:15) den Sprung unter die Top 10.

Frodeno mit Hüftproblemen

Angesichts anhaltender Hüftprobleme konnte der Peking-Olympiasieger mit seinem Auftakt gut leben. "Als Einstand bin ich mit meiner Leistung super zufrieden", sagte der 31-Jährige:

"Die Radleistung und die Tatsache, dass ich mein Rennen so beenden konnte, zeigen, dass ich in einem guten Trainingszustand bin." Vor allem auf dem Rad hatte Frodeno viel Zeit aufgeholt.

Durchwachsene Leistungen

Die anderen deutschen Athleten zeigten eher durchwachsene Leistungen. Während Nachwuchsmann Franz Löschke einen achtbaren 13. Platz erreichte, konnten Gregor Buchholz und Steffen Justus mit Rang 15 bzw. 21 nicht wirklich zufrieden sein. Sebastian Rank wurde am Ende gar nur 28.

Auch DTU-Projekttrainer Schmiedeke haderte mit dem Gesamtergebnis. "Insgesamt ist das Ergebnis ein wenig durchwachsen und spiegelt nicht das Potenzial unserer Athleten wider", sagte Schmiedeke: "Wir setzen daher auf mehr Fortune beim nächsten Rennen in San Diego."

Die weiteren Rennen der World Triathlon Series 2013 im Überblick:

20./21. April San Diego/USA11./12. Mai Yokohama/Japan1./2. Juni Madrid/Spanien6. Juli Kitzbühel/Österreich20./21. Juli Hamburg (inkl. Sprint- und Team-WM)24./25. August Stockholm/Schweden14./15. September London/England

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