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Die Deutsche Anne Haug (r.) wurde 2012 Triathlon-Vize-Weltmeisterin © getty

Nach ihrem Sieg bei der WM-Serie in Auckland erklärt Anne Haug ihr Erfolgsrezept. Jan Frodeno ist trotz Platz neun zufrieden.

Von Jan Sägert / tri-mag.de

Auckland - Anne Haug hat beim Auftakt zur World Triathlon Series im neuseeländischen Auckland (Die Highlights am Freitag, ab 17 Uhr im TV auf SPORT1) das erste Ausrufezeichen der Saison gesetzt.

Sechs Monate nach ihrem Sieg beim Grand Final 2012 feierte die 30-Jährige ihren zweiten Erfolg in der wichtigsten Rennserie auf der Kurzdistanz.

Es war im fünften Jahr der Serie zugleich der fünfte eines deutschen Athleten.

2009 und 2010 hatte Jan Frodeno jeweils einmal gewonnen, Steffen Justus eröffnete im Vorjahr die Serie mit seinem ersten Sieg. (SERVICE: Alles zur ITU World Triathlon Series auf der SPORT1-Facebook-Seite)

Haug von Beginn an mit Vollgas

Hochkonzentriert und motiviert sprang Haug mit ihren Konkurrentinnen ins Hafenbecken von Auckland. Und die scheiterten kläglich beim Versuch, die vermeintliche Schwimmschwäche der Deutschen für sich zu nutzen.

Haug büßte nur wenig Zeit ein und brauchte nach dem ersten Wechsel nur fünf der insgesamt 40 Radkilometer, um die Führenden einzufangen.

Ihre Erklärung für den Husarenritt auf dem spektakulären Stadtkurs: "Es ist besser, ein paar Kilometer sehr hart zu fahren, als langsam Boden gut zu machen. Sonst kann es ein sehr langer Tag werden."

Packender Zielsprint

Doch die Entscheidung um den Sieg fiel wie so oft erst auf der Laufstrecke. Hier entledigte sich Haug Kilometer für Kilometer einer weiteren Konkurrentin. Nur Maaike Caelers wollte das Spiel der Deutschen nicht mitspielen.

Beim packenden Zielsprint der beiden wurden Erinnerungen an das Finish bei den Olympischen Spielen von London zwischen Nicola Spirig und Lisa Norden wach. Auf das Zielfoto wollte sich Haug am Ende aber doch nicht verlassen.

Keine zehn Meter lagen nach zwei spannenden Rennstunden zwischen dem Duo.

Knapp und Dittmer halten nicht mit

Einen durchwachsenen Tag erlebten die beiden anderen deutschen Starterinnen.

Anja Knapp und Anja Dittmer konnten beim Laufen nicht mithalten und schafften zum Saisonauftakt noch eben den Sprung unter die besten 20.

Deutsche Männer mit Problemen

Nicht ganz so glatt lief es im fernen Neuseeland für die deutschen Männer.

Das mit großen Vorschusslorbeeren bedachte Team um Steffen Justus und den Olympiasieger von 2008, Jan Frodeno, war gegen zwei übermächtige Spanier am Ende chancenlos.

Dabei hatte vor allem Frodeno auf dem kniffligen Radkurs das Rennen mitbestimmt und damit unter anderem seinen eigenen Teamkollegen mächtig ins Schwitzen gebracht. Selbst ein Reifenschaden konnte ihm die Angriffslust nicht nehmen.

Frodeno zufrieden

Auch beim Laufen spielte der Peking-Olympiasieger zunächst die Karte Attacke. Gegen Javier Gomez und Mario Mola stach die aber an diesem Tag nicht.

"Als Einstand bin ich mit meiner Leistung zufrieden", konstatierte Frodeno nach dem Rennen dennoch. Als Neunter war der 31-Jährige mal wieder der beste Deutsche.

Die Olympiahoffnungen Franz Löschke und Gregor Buchholz schlugen sich ebenfalls wacker - beide schafften den Sprung unter die besten 15.

Justus frustriert

Frustriert reisten dagegen Steffen Justus und Sebastian Rank aus Auckland ab.

Der Vizeweltmeister von 2010 erlebte als 21. einen Tag "zum Vergessen", Rank musste sich beim Laufen sogar von den beiden siegreichen Spaniern überrunden lassen.

Die weiteren Rennen der World Triathlon Series 2013 im Überblick:

20./21. April San Diego/USA11./12. Mai Yokohama/Japan1./2. Juni Madrid/Spanien6. Juli Kitzbühel/Österreich20./21. Juli Hamburg (inkl. Sprint- und Team-WM)24./25. August Stockholm/Schweden14./15. September London/England

In Zusammenarbeit mit tri-mag.de

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