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Steffen Justus holt sich den deutschen Meistertitel über die Sprint-Distanz
Steffen Justus gewann 2012 Weltmeisterschaftsrennen im australischen Sydney © getty

Steffen Justus überzeugt in Kalifornien mit Rang vier. Frodeno stürzt und muss aufgeben. Haug verpasst das Podest knapp.

München/San Diego - Zwei vierte Plätze beim zweiten Rennen der WM-Serie haben bei der Deutschen Triathlon Union (DTU) Freude ausgelöst:

Zwar verpassten Anne Haug und Steffen Justus im kalifornischen San Diego jeweils das Podest, doch während die Bayreutherin ihre Führung in der Gesamtwertung verteidigte, feierte der 31 Jahre alte Justus nach dem enttäuschen WM-Start für die deutschen Herren einen Achtungserfolg (Die Highlights am Freitag, den 26. April, ab 17 Uhr im TV auf SPORT1).

Zwei Wochen nach ihrem Sieg im Auftaktrennen in Auckland/Neuseeland (Bericht) schrammte Olympiaelfte Haug in 2:00:06 Stunden nur drei Sekunden hinter der Drittplatzierten Emma Moffat (Australien) an einem Podestplatz vorbei.

Amerikanerin Jorgensen gewinnt

Gwen Jorgensen (USA/1:59:59) sicherte sich über die olympische Distanz von 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen vor der Britin Non Stanford (2:00:03) ihren ersten Sieg bei einem Wettkampf der WM-Serie.

"Es ist halt eine Serie, und da kann und muss man nicht jedes Rennen gewinnen", sagte Haug, die mit 1433 Punkten Spitzenreiterin der Gesamtwertung bleibt: "Ich sage mal, wenn man unter die ersten Fünf kommt, ist das dann auch schon in Ordnung."

Als zweitbeste Deutsche kam Anja Dittmer (Neubrandenburg/2:02:33) als 16. über die Ziellinie. Anja Knapp (Dettingen/2:04:04) musste sich, gehandicapt durch eine lädierte Rippe, mit Rang 27 zufrieden geben.

Selbstvertrauen für Justus

Bei den Herren meldete sich Justus nach seinem schwachen WM-Auftakt (Rang 21) und sechs Tage nach seinem 31. Geburtstag mit dem vierten Rang in 1:48:14 Stunden eindrucksvoll zurück.

"Platz vier ist super", freute sich der Saarbrücker: "Nach den Problemen in Auckland freut mich das umso mehr und ist auch gut für das Selbstvertrauen mit Blick auf die kommenden Rennen."

In der Gesamtwertung ist Justus mit 801 Punkten als bester Deutscher Fünfter.

Frodeno stürzt, Löschke gibt auf

Die anderen deutschen Triathleten am Start erwischten beim überlegenen Triumph von Olympiasieger Alistair Brownlee (Großbritannien/1:47:16) vor dem Südafrikaner Richard Murray (1:47:38) und dem in der WM-Wertung führenden Portugiesen Joao Silva (1:47:52) hingegen keinen guten Tag.

Peking-Olmypiasieger Jan Frodeno (Saarbrücken) musste nach einem Sturz mit dem Rad in aussichtsreicher Position liegend mit offenen Wunden am Fuß aufgeben.

Zuvor hatte bereits Franz Löschke (Potsdam) sein Rennen entkräftet abgebrochen.

Bundestrainer mit gemischten Gefühlen

Der Rostocker Sebastian Rank und Gregor Buchholz (Saarbrücken) erreichten hingegen nur die enttäuschenden Plätze 37. bzw. 40.

"Das war insgesamt sehr durchwachsen. Steffens Wettkampf war natürlich sehr gut, aber alles andere müssen wir im Einzelnen analysieren und schauen, wo wir ansetzen können", sagte Triathlon-Bundestrainer Dan Lorang.

Schweigeminute für Boston-Opfer

Das Rennen an der kalifornischen Küste hatte mit einer Schweigeminute für die Opfer der Anschläge auf den Boston-Marathon am vergangenen Montag begonnen.

Auch in San Diego hatten die Veranstalter die Sicherheitsmaßnahmen deutlich verstärkt. Zu Zwischenfällen kam es nicht (SERVICE: Alles zur ITU World Triathlon Series auf der SPORT1-Facebook-Seite).

"Ich fühle mich komplett sicher", hatte die spätere Siegerin Jorgensen vor dem Rennen geäußert.

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