Olympiasieger Jan Frodeno geht auf Konfrontationskurs zur Internationalen Triathlon Union (ITU).

Der Weltverband will das Rennen der Weltserie im japanischen Yokohama ungeachtet der Ereignisse um das schwere Erdbeben vor einem Monat durchziehen. Frodeno und seine australische Profi-Kollegin Emma Snwosill weigern sich allerdings wegen der aktuellen Situation in Japan, bei dem für die Olympia-Qualifikation maßgeblichen Rennen zu starten.

"Ich denke, die ITU hat nicht das Recht, diese Entscheidung für uns Athleten zu treffen", sagte Frodeno: "300 Kilometer nördlich von Yokohama kippen sie radioaktiv verseuchtes Wasser ins Meer. Wie soll man sich da sicher fühlen?"

Bei dem Rennen der Weltserie am 15. Mai müssten die Triathleten 1,5 Kilometer durch den Hafen von Yokohama schwimmen."Behörden weltweit warnen vor Reisen nach Japan", sagte Frodeno: "So gerne ich in Yokohama starte, ich denke nicht, dass es unter diesen Umständen richtig wäre, dort nächsten Monat hinzugehen."

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