Aus Angst vor zu hoher Strahlung hat der Triathlon-Weltverband ITU die Rennen der WM-Serie in Yokohama auf unbestimmte Zeit verschoben. Das gab die ITU am Dienstag bekannt.

Ursprünglich sollten die Wettkämpfe in der Großstadt in der Nähe von Tokio am 14. und 15. Mai stattfinden. Yokohama liegt etwa 300 Kilometer südlich vom Katastrophenreaktor in Fukushima. Geschwommen werden sollte im Hafenbecken.

"Die Gesundheit und die Sicherheit unserer Athleten, Trainer, Offiziellen und Mitarbeiter kann nicht garantiert werden", sagte ISU-Präsidentin Marisol Casado: "Wir haben die Situation in Japan intensiv verfolgt und glauben, dass die Austragung im Mai zu riskant gewesen wäre, nachdem die japanische Regierung die höchste Atom-Alarmstufe ausgerufen hat."

Deutschlands Olympiasieger Jan Frodeno, der einen Start in Yokohama aufgrund der gesundheitlichen Risiken schon vor Tagen ausgeschlossen hat, begrüßt die Entscheidung.

"Es ist beruhigend, dass so entschieden wurde. Durch die Berichte der vergangenen Wochen haben wir gesehen, dass die Situation nicht so sicher ist, wie es unser Verband in seinen Plädoyers gesagt hat", sagte der 29-Jährige

Einen Ersatzort gibt es derzeit nicht, laut Casado wird über eine Verlegung der Rennen in Yokohama auf einen späteren Zeitpunkt nachgedacht. "Dann hat man mehr Informationen. Ich kann mir zwar derzeit nicht vorstellen, dass dann in Yokohama gelaufen wird, aber lasse mich gerne eines Besseren belehren", sagte Frodeno.

Die WM-Saison der Triathleten umfasst sieben Rennen auf drei Kontinenten. Nach dem Start in Sydney wäre Yokohama die zweite Station gewesen. Am 16./17. Juli sollen die Triathleten in Hamburg ihre Rennen austragen. Das Finale soll am 10./11. September in Peking stattfinden.

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