Nach einigen mentalen und körperlichen Rückschlägen hat Triathlon-Olympiasieger Jan Frodeno pünktlich vor den "Wochen der Wahrheit" mit dem WM-Rennen in Hamburg und der Olympia-Qualifikation in London seinen Kampfgeist wiedergefunden.

"Ich bin auf dem aufsteigenden Ast. Ich würde bei Olympia gerne eine zweite Medaille holen", sagte der 29-Jährige im Gespräch mit der Tageszeitung "Die Welt".

Den ersten Schritt muss er in gut drei Wochen machen.

Am 7. August steht in London beim fünften Rennen der WM-Serie nicht nur die Generalprobe für Olympia 2012 auf dem Programm, sondern zugleich die verbandsinterne Vergabe der ersten beiden London-Tickets.

"Langfristig konzentriere ich mich auf die Olympischen Spiele 2012, aber jetzt denke ich erstmal an die Qualifikation", sagte Frodeno, der schwierige Monate hinter sich hat.

Nach seinem Einbruch im letzten WM-Rennen 2010 in Budapest fiel Frodeno in ein mentales Loch, von einem Burn-out war sogar die Rede.

"Ich glaube, ich war das ein oder andere Mal ungenießbar. Dieses gewohnt Fröhlich-Leichte, die Unbekümmertheit blieb an so manchem Tag weg", sagt der Saarbrücker, der aber aus seinen Erfahrungen gelernt hat: `Ich lasse es nicht mehr so weit kommen, dass ich ausgebrannt bin. Wenn mir etwas nicht passt, ändere ich es sofort."

Nach einer Virusinfektion und Magen-Darm-Problemen kämpfte sich Frodeno in den vergangenen Wochen im Training zurück. "Die Kraft ist noch nicht ganz wieder da", sagt er.

Dennoch ist Frodeno, der im Juni in Madrid mit Platz sechs für das bisher beste deutsche WM-Ergebnis 2011 sorgte, für das anstehende WM-Heimrennen in Hamburg am Wochenende guten Mutes: "Dort ist sicherlich einiges möglich. Es ist ein Rennen, bei dem unheimlich viel los ist. Das macht vielleicht das ein oder andere fehlende Prozent in der Fitness wett."

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