Für schuldig befunden, aber ohne weitere Strafe geblieben:

Die österreichische Triathletin Lisa Hütthaler ist bei ihrem Prozess wegen der Weitergabe von verbotenen Dopingpräparaten milde davongekommen.

Der Richter vom Bezirksgericht Wien-Fünfhaus befand die bereits verhängte fünfmonatige Bewährungsstrafe für angemessen. Dabei half Hütthaler auch ihr umfassendes Geständnis, die 28-Jährige hatte zudem im Verfahren gegen den Sportmanager Stefan Matschiner ausgesagt und mit belastenden Angaben zu dessen Verurteilung beigetragen.

Die mittlerweile zurückgetretene frühere U-23-Europameisterin hatte im Mai 2008 einer Mitarbeiterin des von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) akkreditierten Labors Seibersdorf mindestens 20.000 Euro geboten, um ein negatives Ergebnis ihrer Dopingproben zu erwirken und war dafür bereits mit fünf Monaten Haft auf Bewährung belegt worden.

Hütthaler war am 22. März 2008 bei einer Trainingskontrolle positiv getestet worden.

Nun gab Hütthaler nach ORF-Angaben zu, sie habe nach ihrer Dopingsperre ihre nicht mehr benötigten "Restbestände" der Mittel EPO und Dynepo an anderer Sportler weitergegeben.

Einen kleinen Teil ihres Dopingmittelbestands habe sie zudem einem Journalisten überlassen, der ihn in einem Labor überprüfen lassen wollte.

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