Für Triathlon-Olympiasieger Jan Frodeno ist der Weg zu den Sommerspielen in London frei.
Nach langer Verletzungspause belegte der 30-Jährige bei seinem Saisonauftakt in Kitzbühel den 16. Rang und empfahl sich damit eindrucksvoll für das letzte noch zu vergebene Olympia-Ticket.
Sieger beim vierten WM-Rennen der Saison in Österreich wurde Weltmeister Alistair Brownlee (Großbritannien) nach 1:50:13 Stunden.
Die deutschen Olympia-Starter Steffen Justus (Saarbrücken) als Sechster und Maik Petzold (Bautzen) als 14. lieferten wie Frodeno eine gute Vorstellung ab. Christian Prochnow (Potsdam) wurde 18.
"Ich bin wirklich dankbar, dass hier alles so gut geklappt hat", sagte Frodeno im Ziel: "Für mich war mein Leistungsstand nach der langen Verletzung schon eine Wundertüte."
Nach einer Beratung wird das Präsidium der Deutschen Triathlon Union (DTU) demnächst den dritten Olympia-Teilnehmer bekannt geben.
Wegen anhaltender Verletzungssorgen stand der erneute Olympia-Start von Jan Frodeno lange in den Sternen. Der Saarbrücker laborierte an den Folgen einer zunächst nicht diagnostizierten Nervenentzündung im Unterschenkel. Die Schmerzen hatten vom Unterschenkel zunächst in die Achillessehne ausgestrahlt, deswegen war die tatsächliche Ursache der Probleme zunächst nicht erkannt worden. Mit Aguajogging hatte sich "Frodo" in Form zu halten versucht.
"Die letzten Monate waren schwierig für mich. Eine Nervenverletzung ist sehr selten und sehr komplex. Immer wieder musste ich das Training für Arztbesuche unterbrechen", hatte Frodeno erklärt.
Um so größer war nach dem Rennen in Kitzbühel die Erleichterung. "Ich bin wirklich zufrieden mit dem heutigen Rennen. Damit habe ich eine große Hürde genommen für die weitere Saison. Wie es letztlich gelaufen ist, ist schon am oberen Ende meiner vorherigen Hoffnungen anzusiedeln", sagte der Triathlet, der für die Zeit nach London mit einem Wechsel auf die Ironman-Distanz liebäugelt. Gerade im Laufbereich sei noch "viel Potenzial nach oben".

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