Der Münchner Faris Al-Sultan kann sich Doping im Triathlon durchaus vorstellen.

"Ich würde auch dem einen oder anderen bei uns zutrauen, dass er dopt. Es wäre ja Unsinn, zu behaupten, dass bei uns nur die Honorigen rumlaufen", sagte Al-Sultan der "Frankfurter Rundschau".

Allerdings fehle im Gegensatz zu anderen Sportarten das Geld: "Wenn ich einem Doktor Ferrari 100.000 Dollar in die Hand drücken müsste, wäre ich pleite."

Zudem hat der 34-Jährige die gut organisierten nationalen Triathlon-Events für das starke Abschneiden der Deutschen beim 36. Ironman auf Hawaii verantwortlich gemacht.

"Triathlon ist bei uns schwer angesagt. Dazu kommen die gut organisierten Rennen in Frankfurt und Roth, nach der WM auf Hawaii die besten", sagte Al-Sultan.

Beim legendären Event in der Bucht von Kailua-Kona waren erstmals in der Hawaii-Geschichte drei deutsche Athleten unter den Top Fünf gelandet.

Andreas Raelert (Rostock) hatte den Sieg als Zweiter hinter dem Australier Pete Jacobs nur knapp verpasst. Al-Sultan beendete die 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen auf dem fünften Rang.