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Fabian Hambüchen holte 2007 die WM-Goldmedaille am Reck © getty

Der 21-Jährige wird erneut deutscher Kunstturn-Meister. Seine Konkurrenten Nguyen und Boy können ihn nicht gefährden.

Mailand - Neue Frisur, alte Dominanz - Fabian Hambüchen ist ungefährdet zum fünften Mal nacheinander deutscher Kunstturn-Meister geworden.

Mit raspelkurzen Haaren rasierte der Europameister im Rahmen des Internationalen Deutschen Turnfestes die Konkurrenz und siegte mit 90,90 Punkten hochüberlegen vor Marcel Nguyen (86,80) sowie Philipp Boy (86,30).

Der Cottbuser hatte am letzten Gerät Pech hatte und musste seine Übung wegen eines gerissenen Reckriemchens unterbrechen.

Vor rund 3000 Zuschauern in der Ballsporthalle ließ der Reck-Weltmeister von der TSG Niedergirmes nie einen Zweifel an seinem 21. nationalen Titel aufkommen.

Blitzsauberer Wettkampf

Zwei Tage nach seinem Triumph beim Auftakt der Champions Trophy an gleicher Stelle lieferte der 21-Jährige einen blitzsauberen Wettkampf ab und überzeugte insbesondere an seinen eigentlich schwächeren Geräten Seitpferd und Ringe.

Zur "Halbzeit" übernahm der Reck-Weltmeister die Führung und gab sie bis zum Schluss nicht mehr ab.

Am Barren und am Reck baute der Boden-Europameister seinen Vorsprung immer weiter aus.

Nachdem er auch problemlos über das "Königsgerät" gekommen war, bedankte sich der alte und neue Champion mit Winken und einem strahlenden Lächeln beim Publikum.

Fahrig nicht in Topform

Nicht in Bestform präsentierte sich hingegen der gesundheitlich angeschlagene Matthias Fahrig.

Der Vize-Europameister am Boden konnte am Sprung den Dragulescu nicht stehen und blieb auch am Pauschenpferd weit unter seinen Möglichkeiten.

Später sogar von Krämpfen geplagt, musste der Hallenser den Wettkampf aufgeben und verpasste damit sein Ziel, sich bei Cheftrainer Andreas Hirsch als ausgeglichener Mehrkämpfer zu profilieren.

Fünf Titel für Rejek

Bei den Gerätefinals in der Rhythmischen Sportgymnastik war Annika Rejek die große Gewinnerin mit insgesamt fünf Titeln.

Die Leverkusenerin fügte ihrem Triumph im Mehrkampf einen ersten Platz mit dem Ball hinzu.

In der Gruppen-Gymnastik gingen die letzten beiden Goldmedaillen an den TSV Bayer 04 Leverkusen, auch daran war Rejek, wie schon im Gruppen-Mehrkampf am Pfingstmonat, beteiligt.

Entwarnung gab es im Fall der am Dienstag beim Einturnen verunglückten Annabelle Hölzer.

Hölzer nicht schwerer verletzt

Die Kunstturnerin kam nach ihrem Sturz vom Schwebebalken mit einer Gehirnerschütterung davon, der Verdacht auf eine Verdacht bestätigte sich nicht.

Hölzer soll bereits am Donnerstag wieder aus dem Krankenhaus in Hofheim am Taunus entlassen werden.

Die nationalen Titelkämpfe werden am Donnerstag (14.00 Uhr) mit den insgesamt zehn Gerätefinals der Männer und Frauen abgeschlossen.

Dort hat Hambüchen noch sechsmal die Chance, weitere Titel zu gewinnen.

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