vergrößernverkleinern
Fabian Hambüchen holte sich 2007 den Weltmeistertitel am Reck © getty

In seinem ersten Interview nach Peking bekennt Fabian Hambüchen, dass er seine Patzer noch nicht verarbeitet hat.

Von Andreas Kloo

München - Drei Wochen liegt das olympische Reck-Finale nun schon zurück: Fabian Hambüchen, Welt- und Europameister an diesem Gerät, war als großer Favorit angetreten.

Gehandicapt von einer Fingerverletzung verpatzte er aber seine Übung und musste sich mit Bronze zufrieden geben.

Noch immer ärgert sich der deutsche Turn-Star über die verpasste Goldmedaille: "Ich war total auf Gold fixiert und ich glaube, es war selten so einfach, Gold am Reck zu holen", sagt Hambüchen in der "Bild".

"Im Traum die Goldmedaille umgehängt"

Seine fehlerhafte Finalübung am Reck hat sich der 20-Jährige bislang noch nicht am Fernseher angesehen: "Ich muss erst einmal mit der Situation klarkommen." Noch immer befinde er sich in einem Loch, so Hambüchen.

Sogar im Schlaf verfolgt den Welt- und Europameister die Enttäuschung bei Olympia: "Ich habe danach geträumt, dass ich Olympiasieger geworden bin und sie haben mir im Traum die Goldmedaille umgehängt. Aber selbst im Traum hat mich die Realität zurückgeholt und schon hatte ich wieder die Bronzemedaile", erzählt Hambüchen.

"Vielleicht zu konzentriert"

Dennoch hat er das Ziel Olympisches Gold noch nicht aufgegeben: "In London habe ich noch einmal eine große Chance. Meine beste Zeit hat vor zwei bis drei Jahren angefangen und geht noch mindestens vier Jahre. Ich habe jetzt meinen Traum von der Goldmedaille um vier Jahre verschoben."

Hambüchen weiß auch schon , was er in London anders machen wird, um sich den Traum zu erfüllen: 2012 will er seine Freundin Viktoria mit zu den Spielen nehmen.

In Peking hatte sie ihn nicht begleitet. "Sie hätte mir vielleicht die nötige Abwechslung geben können. Vielleicht war ich dort einfach zu konzentriert", nennt der Turnfloh einen Grund für sein Scheitern.

Konkrete Heiratspläne

2012 ist Viktoria dann aber wohl schon seine Ehefrau. Denn Hambüchen ist sich sicher: ""Ich habe die Frau gefunden, mit der ich mein Leben verbringen möchte. Da brauche ich nichts mehr auszuprobieren."

Wenigstens in der Liebe scheint Hambüchen sein Glück gefunden zu haben. Vielleicht klappt es in vier Jahren dann auch mit dem sportlichen Glück.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel