vergrößernverkleinern
Bei der EM 2009 in Mailand gewann Fahrig die Silbermedaille im Bodenturnen © getty

Matthias Fahrig fehlen bei der WM im Boden-Finale zwei Zehntelpunkte zur Bronze-Medaille. Ein Rumäne gewinnt die Konkurrenz.

London - Erste Chance nicht genutzt, zweiter Anlauf am Sonntag:

Matthias Fahrig hat bei den Kunstturn-Weltmeisterschaften in London die erste WM-Medaille seiner Karriere nur knapp verpasst.

In einem hochklassigen Boden-Finale belegte der Hallenser mit 15, 400 Punkten einen beachtlichen sechsten Platz, nicht einmal zwei Zehntelpunkte vom Bronzerang entfernt.

Aber als der 23-Jährige, der an diesem Gerät im April in Mailand Vize-Europameister geworden war, die Bodenfläche mit einem kleinen Tänzchen verließ, ahnte er schon, dass es für einen Platz auf dem Podest nicht ganz reichen würde.

"Meine Stände waren allesamt nicht gut genug und auch mit meiner ersten Sprungbahn war ich nicht ganz zufrieden", analysierte der Halb-Kubaner, der am Sonntag den Deutschen Turner-Bund (DTB) im Endkampf beim Sprung vertritt.

"Medaille wäre möglich gewesen"

DTB-Chefcoach Andreas Hirsch, der seinen Schützling noch Sekunden vor Beginn der Übung mit einem lauten "Matze" angefeuert hatte, konnte mit der Platzierung des sprunggewaltigen Athleten durchaus leben:

"Natürlich hätten wir ihn gern ein bisschen weiter vorne gesehen. Aber auf diesem Niveau ist Rang sechs auch nicht zu verachten. Nur bei einer optimalen Leistung wäre eine Medaille möglich gewesen."

Titel geht an den Routinier

Vor 8000 Zuschauern in der erneut gut gefüllten Londoner Olympia-Arena ging der Boden-Titel mit 15,700 Punkten an Routinier Marian Dragulescu, der nach Olympia in Peking bereits seinen Rücktritt erklärt, sich dann aber eines Besseren besonnen hatte.

Dem Rumänen am nächsten kamen Zou Kai aus China (15,675) und der Israeli Alexander Schatilow (15,575).

Sonntag großes Finale

Im ersten Gerätefinale der Frauen holte sich beim Sprung Kayla Williams (15,087) die Goldmedaille.

Die US-Amerikanerin gewann vor Ariella Käslin aus der Schweiz (14,525) und der Französin Youna Dufournet (14,450).

Neuer Mehrkampf-Weltmeister der Männer war bereits am Donnerstag der Olympiazweite Kohei Uchimura aus Japan geworden.

24 Stunden später holte sich Bridget Sloan aus den USA Sechskampf-Gold bei den Frauen. Die Welttitelkämpfe werden am Sonntag (14.00 Uhr/MESZ) mit den restlichen fünf Gerätefinals abgeschlossen.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel