vergrößernverkleinern
Elisabeth Seitz will bei Olympia 2012 in London an den Start gehen © getty

Nach dem Team-Aus der Frauen gibt es mit Elisabeth Seitz immerhin einen Lichtblick - und für die 16-Jährige das Finale.

Birmingham - Sie traute sich kaum, ihre Freude zu zeigen.

Zu niedergeschlagen waren die Turn-Kolleginnen von Elisabeth Seitz in Birmingham nach dem knapp verpassten Teamfinale bei den Europameisterschaften. (Ex-Sorgenkind Fahrig als Star der Turn-EM)

Nur die Mannheimer EM-Debütantin durfte vorsichtig ein bisschen lächeln: Überraschend qualifizierte sich die 16-Jährige, nur 1,59 Meter groß, als Achte für die Medaillen-Entscheidung am Stufenbarren am Sonntag.

"Irgendwie bin ich glücklich und verärgert zugleich", sagte die deutsche Vize-Meisterin, deren brillante Kür am Doppelreck nicht ausreichte, um die Riege des Deutschen Turner-Bundes (DTB) noch in den Mannschafts-Endkampf zu hieven.

Nur knapp Finale verpasst

Am Ende fehlten dem DTB-Quintett nur 0,725 Punkte zum erhofften achten Platz, man kam auf Rang neun.

Cheftrainerin Ulla Koch, die nur eine stark ersatzgeschwächte Truppe in der National Indoor Arena an die Geräte schicken konnte, nahm den unerfreulichen Ausgang - vor zwei Jahren hatte es noch zum siebten Platz gereicht - betont gelassen hin:

Schwebebalken als "Zittergerät"

"Es ist schade, weil der Rückstand so knapp war. Das Schlussgerät Schwebebalken hat uns kein Glück gebracht."

Drei Absteiger vom traditionellen deutschen "Zittergerät" waren der entscheidende Rückschlag.

Nur Seitz kam sturzfrei über den gerade einmal zehn Zentimeter breiten Balken und bewies dabei nicht zum ersten Mal ihre Nervenstärke.

Seitz bestätigt gute Form

Erarbeitet hat sich die Schülerin des Mannheimer Ludwig-Frank-Gymnasiums dieses Selbstvertrauen durch gute internationale Ergebnisse in den vergangenen Monaten.

So gewann sie beim DTB-Pokal in Stuttgart (Weltcup) am Boden eine Bronzemedaille, beim stark besetzten American Cup kam sie als Teamkollegin von Fabian Hambüchen auf einen beachtlichen sechsten Platz.

Und so ist die Olympiateilnahme 2012 für Zehntklässlerin "Eli" durchaus ein realistisches Ziel.

Ziel: Olympia 2012

Seitz selbstbewusst: "Wenn ich von größeren Verletzungen verschont bleibe, werde ich sehr wahrscheinlich dabeisein."

Allerdings musste auch sie schon mit gesundheitlichen Rückschlägen fertig werden, Probleme an der Wachstumsfuge im Ellenbogen zwangen sie vor zwei Jahren zu einer mehrmonatigen Pause.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel