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Fabian Hambüchen veröffentlichte im Alter von 22 Jahren seine Biographie © imago

Mehrkampf-Europameister Fabian Hambüchen verzichtet wegen Achillessehnen-Beschwerden auf einen WM-Start in zwei Disziplinen.

Köln - Rückschlag für die deutschen Kunstturner: Mehrkampf-Europameister Fabian Hambüchen verzichtet wegen anhaltender Beschwerden der Achillessehne bei den Kunstturn-Weltmeisterschaften in Rotterdam (16. bis 24. Oktober) auf einen Start am Boden und am Sprung.

Somit steht der deutsche Vorzeigeturner bei den Titelkämpfen auch nicht als Mehrkämpfer zur Verfügung.

"Die Reizung im Bereich der Achillessehne ist zwar ein wenig abgeklungen, aber in Absprache mit Doktor Johannes Peil von der Sportklinik Bad Nauheim haben wir entschieden, auf einen Start am Boden und Sprung zu verzichten. Die Absprungbelastungen sind einfach zu groß", sagte Vater und Trainer Wolfgang Hambüchen.

Ein Start bei den sonstigen Wettkämpfen sei aus gesundheitlicher Sicht allerdings nicht gefährdet.

Blick in die Zukunft

"Im Hinblick auf die nächsten Jahre möchten wir nicht das Risiko einer größeren Verletzung eingehen. Es macht keinen Sinn, Sprünge nur mit halber Kraft zu absolvieren. Ein letztes Testturnen hat gezeigt, dass am Boden und auch beim Sprung noch leichte Beschwerden vorhanden sind", fügte Wolfgang Hambüchen hinzu.

Darüber hinaus müsse man auch das kommende Jahr "im Auge behalten", schließlich ginge es dann um "die wichtige Qualifikation" für die Olympischen Spiele 2012 in London.

Personallage verschärft

Nach der Absage des deutschen Mehrkampf-Meisters Marcel Nguyen, der beim WM-Testländerkampf in Schaffhausen einen Wadenbeinbruch erlitten hatte, fällt nun also auch der Mehrkampf-Europameister aus.

Zehn Tage vor Beginn der Weltmeisterschaften in Rotterdam hat sich die Personallage bei den deutschen Kunstturnern verschärft. Am Samstag wird DTB-Chefcoach Andreas Hirsch die endgültige Mannschaftsnominierung vornehmen.

Medaillenchancen gering

Bereits nach dem WM-Testländerkampf in Schaffhausen hatte der Bundestrainer erklärt: "Natürlich erfordert das alles eine neue Zusammenstellung, aber es ist gut zu wissen, dass wir hinter der Spitze eine dichte Breite haben. Wir kriegen trotzdem eine starke Mannschaft zusammen."

Zum Beispiel mit Philipp Boy aus Cottbus, der in der Schweiz der beste deutsche Einzelturner im Mehrkampf war.

Die Chancen auf einen Erfolg wie bei der Heim-WM 2007 in Stuttgart, als die deutsche Turner-Riege sensationell Bronze holte, sind eher gering.

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