vergrößernverkleinern
Musste sich in Peking mit Bronze am Reck begnügen: Fabian Hambüchen (r.) © imago

Sorgen um Fabian Hambüchen: Der Ausnahme-Turner laboriert an einer verschleppten Olympia-Verletzung. Ist eine OP unumgänglich?

Stuttgart - Reck-Weltmeister Fabian Hambüchen droht eine Operation am Finger.

Wenige Stunden vor dem Qualifikations-Wettkampf beim DTB-Pokal in Stuttgart musste der Olympia-Dritte von der TSG Niedergirmes seine Teilnahme am Sprung-Wettbewerb absagen.

Eine Kernspintomographie bei dem 21-Jährigen hatte ergeben, dass der Europameister an einem Sehnenriss am kleinen Finger der linken Hand laboriert.

Verletzung von Olympia

Nach einer weiteren Untersuchung in der kommenden Woche soll entschieden werden, ob Hambüchen möglicherweise operiert werden muss.

Diese Blessur hatte sich Deutschlands "Sportler des Jahres" bereits in Peking zugezogen, bislang war sie aber nur konservativ behandelt worden.

Hambüchen wollte aber am Freitag am Boden, am Barren und am Reck an den Start gehen und auch am Sonntag den Mehrkampf um die neu eingeführte Champions Trophy bestreiten.

Fünf Turnerinnen lösen Finalticket

Mit fünf Finalplätzen konnten sich derweil die deutschen Turnerinnen für ihren schwachen Olympia-Auftritt ein wenig rehabilitieren.

Zum Auftakt des Stuttgarter Weltcup-Turniers qualifizierte sich Kim Bui aus Tübingen für die Endkämpfe beim Sprung, am Stufenbarren und am Boden.

Die Chemnitzerin Jenny Brunner war vor 2000 Zuschauern zweitbeste Barren-Turnerin, ihre Vereinskollegin Joeline Möbius erreichte den Endkampf am Boden.

Die Athletinnen des Deutschen Turner-Bundes (DTB) steckten damit das verletzungsbedingte Fehlen der Olympia-Zweiten Oksana Chusovitina aus Köln (Achillessehnenriss) besser weg als erwartet.

Bei den Spielen von Peking hatte das DTB-Sextett nur den enttäuschenden zwölften und letzten Platz belegt.

"Mit fünf Finalteilnahmen bin ich sehr zufrieden, eigentlich hatte ich nur mit zwei Qualifikationen gerechnet", sagte Cheftrainerin Ulla Koch, die besonders die Stabilität ihrer Schützlinge lobte: "Es gab keinen einzigen Sturz."

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel