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Fabian Hambüchen gewann bei derm WM 2010 Bronze am Reck und mit dem Team © imago

Der Europameister ist von seinen japanischen Kollegen begeistert. Bei der DM im Sommer kann Hambüchen wohl wieder angreifen.

Berlin - Europameister Fabian Hambüchen wünscht sich, dass die Weltmeisterschaften trotz des Unfalls im Atomkraftwerk Fukushima vom 7. bis 16. Oktober wie geplant in Tokio stattfinden können.

"Ich war schon elf- oder zwölfmal in Japan und habe dorthin gute Kontakte. Es wäre traurig, wenn sie es nicht schaffen", sagte der verletzte Turn-Star am Rande der europäischen Titelkämpfe in Berlin.

In Japan selbst habe sich die Einstellung zu den Geschehnissen mittlerweile geändert, berichtete der Wetzlarer. Anfangs hätten die Menschen dort wie gelähmt auf die Vorfälle reagiert, mittlerweile aber hätten sie den Kampf angenommen.

"Ganz Japan kämpft. Die Jungs sind gut drauf", sagte der Wetzlarer.

"Es blieb bei einem Dankeschön"

Der Olympia-Dritte am Reck hatte seinen befreundeten Athleten in Fernost nach dem Unglück angeboten, nach Deutschland kommen zu können. `

"Ich habe schnell Kontakt aufgenommen und gefragt, ob sie bei uns wohnen und trainieren wollen. Es blieb aber bei einem Dankeschön", sagte der 23-Jährige.

Der Titelverteidiger ist nach seinem Achillessehnenriss Mitte Januar bei der EM in Berlin zum Zuschauen verdammt, dafür aber als TV-Experte im Einsatz.

Start bei der DM möglich

Im Spätsommer will er wieder ins Wettkampfgeschehen eingreifen.

"Wenn ich bei der WM starten will, müsste ich eigentlich schon bei den deutschen Meisterschaften an den Start gehen. Die DM dient als WM-Qualifikation. Ich muss aber darüber noch mit Bundestrainer Andreas Hirsch reden", sagte der ehemalige Reck-Weltmeister.

"Springen und Landen bereiten Probleme"

Gut elf Wochen nach der Operation verlaufe der Heilungsprozess im Fuß "optimal", so Hambüchen. Schmerzen habe er nicht.

Mittlerweile trainiere er wieder in der Halle, bis zu vier Stunden täglich. Allerdings beschränke er sich dabei auf Übungen an Reck, Pferd, Barren und den Ringen.

"Springen und Landen bereiten mir Probleme. Da muss ich aufpassen", sagte Hambüchen.

Das große Ziel ist Olympia

Je nach Heilungsverlauf will Hambüchen entscheiden, ob er bei der WM nur an vier Einzelgeräten oder im Mehrkampf turnt.

"Ich warte darauf, bis ich wieder ganz fit bin. Ich will nichts überstürzen, um mein großes Ziel ein Jahr später nicht zu gefährden", sagte der Turn-Star. Im Sommer 2012 will Hambüchen in London bei den Olympischen Spielen um Medaillen mitturnen.

"Bis dahin taue ich nicht auf"

In der Zwischenzeit will der Hesse neue Übungsteile einüben. "Kürzlich hat ein Chinese im Weltcup wieder einen neuen Rekord aufgestellt. Da muss man gegenhalten." Einzelheiten verriet der Reck-Spezialist aber nicht.

"Erst wenn ich wieder im Wettkampf bin, geht es richtig los. Bis dahin taue ich nicht auf."

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