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Philipp Boy holte bei den Deutschen Meisterschaften seinen ersten Mehrkampf-Sieg © imago

Der Lenkungsstab des DTB nominiert den Kader für die WM. Neben Boy und Seitz ist auch der bedingt einsetzbare Hambüchen dabei.

Göppingen - Europameister Philipp Boy aus Cottbus und die alte und neue deutsche Meisterin Elisabeth Seitz (Mannheim) führen das deutsche Aufgebot für die Kunstturn-Weltmeisterschaften vom 7. bis 16. Oktober in Tokio an.

Obwohl nach seinem Achillessehnenriss im Januar am Boden und am Sprung noch nicht einsetzbar, gehört auch Ex-Weltmeister Fabian Hambüchen (Niedergirmes) zur deutschen WM-Riege. (EXKLUSIV: Fabian Hambüchen im Interview)

Diese Entscheidung traf der Lenkungsstab des Deutschen Turner-Bundes (DTB) anlässlich der nationalen Titelkämpfe in Göppingen.

"Wir haben Probleme erkennen lassen. Dennoch hoffe ich, dass wir die hohen Erwartungen erfüllen können", sagte dazu Bundestrainer Andreas Hirsch.

"Wie dressierte Affen"

Cheftrainerin Ulla Koch ergänzte: "Unser Problemgerät ist ganz klar der Schwebebalken. Da müssen wir lernen, wie dressierte Affen in jeder Situation auf dem Gerät zu bleiben."

Das deutsche Männerteam wird komplettiert durch Barren-Europameister Marcel Nguyen (Unterhaching), Eugen Spiridonov aus Bous und den Stuttgarter Sebastian Krimmer. (EXKLUSIV: Marcel Nguyen im Interview)

Um die beiden Restplätze werden während des WM-Trainingslagers Thomas Taranu (Straubenhardt), Helge Liebrich aus Wetzgau und der Hannoveraner Andreas Toba kämpfen.

Trio kämpft um letzten Platz

Bei den Frauen wurden neben Seitz Vize-Meisterin Kim Bui aus Stuttgart deren Vereinskollegin Pia Tolle, Nadine Jarosch aus Detmold und die Kölnerin Oksana Chusuvitina nominiert.

Kandidatinnen für die restlichen zwei WM-Positionen sind Marie-Sophie Hindermann aus Stuttgart, die Chemnitzerin Lisa-Katharina Hill und Anja Rheinbay aus Köln.

In der japanischen Hauptstadt werden die ersten Olympiatickets für London 2012 vergeben, die jeweils besten acht Teams sind direkt für die Spiele qualifiziert.

Hintertürchen für Fahrig

Die gemeinsame WM-Generalprobe beider Teams ist ein Dreiländerkampf am 10. September in Erzingen gegen die Schweiz und Rumänien. Die Frauen treten zusätzlich am 22. September in Arques gegen Frankreich an.

Ein Hintertürchen wurde dem derzeit verletzten Matthias Fahrig offengelassen. (NEWS: WM-Start von Fahrig in Gefahr)

"Wenn er am Donnerstag einen Leistungsnachweis erbringen kann und die Ärzte grünes Licht geben, ist er ein möglicher Kandidat", erläuterte Hirsch. Der Mannschafts-Europameister konnte in Göppingen wegen einer Sehenverletzung am Fuß nicht starten.

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