Die ehemalige chinesische Turnerin Sang Lan sucht einen amerikanischen Anwalt und will die Organisatoren der Goodwill Games 1998 in New York verklagen.

Die damals 17-Jährige war beim Sprung-Training auf den Kopf gefallen und hatte sich dabei das Genick gebrochen. Seitdem ist die Chinesin querschnittsgelähmt und an einen Rollstuhl gefesselt.

"Missmanagement und schlechte Organisation waren ursächlich für meinen Unfall. Ich habe 12 Jahre geschwiegen, nun ist es an der Zeit, die Wahrheit zu sagen", schrieb Sang am Wochenende in ihrem Internet-Blog.

Angeblich habe ein Trainer einer anderen Nation damals vor ihrem verhängnisvollen Sprung eine Matte in der Landezone entfernt.

Die Goodwill Games waren ein internationaler sportlicher Wettbewerb, ins Leben gerufen von Medienmogul Ted Turner als Reaktion auf die Boykott-Probleme rund um die Olympischen Spiele in den achtziger Jahren.

Die Goodwill Games wurden erstmals 1986 in Moskau ausgetragen. 2001 fanden sie zum fünften und letzten Mal im australischen Brisbane statt.

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