Zwei Wochen vor Beginn der WM in Rotterdam strengt der Weltverband FIG ein Disziplinarverfahren gegen Nordkorea an.

Der Verband des stalinistisch geführten Landes soll seine Athletin Hong Su Jong, die 2007 WM-Silber am Sprung gewann, mehrfach mit falschen Geburtsdaten ausgestattet haben. Die FIG setzte eine Anhörung an und forderte eine schriftliche Stellungnahme.

2004 war Hong bei den Olympischen Spielen in Athen mit dem Gerburtsdatum 9. März 1985 gemeldet, drei Jahre später bei der WM in Stuttgart mit dem Datum 9. März 1986. Bei den Titelkämpfen in Rotterdam soll sie 21 Jahre alt sein (9. März 1989).

Warum der nordkoreanische Verband seine Sportlerin möglicherweise "jünger macht", als sie ist, ist unklar. Bislang sind im Turnsport nur zahlreiche Fälle bekannt geworden, in denen zu jungen Athletinnen "älter gemacht" worden sind.

Turnerinnen müssen dem FIG-Reglement zufolge im Jahr des betreffenden Ereignisses 16 Jahre alt werden.

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