Der ehemalige Ringe-Weltmeister und frühere Kokain-Sünder Yuri van Gelder hat sich nach fast halbjähriger Wettkampfpause mühelos für die Kunstturn-Europameisterschaften vom 6. bis 10. April in Berlin qualifiziert.

Der Niederländer erturnte bei einem Testwettbewerb in Roermond an seinem Spezialgerät 15,500 Punkte und übertraf damit die geforderte Norm von 14,800 Zählern deutlich.

Van Gelder war im Oktober 2010 wenige Tage vor Beginn der WM in Rotterdam in die Schlagzeilen geraten, nachdem er seinen Riegenkollegen erzählt hatte, er sei rückfällig geworden und habe wieder Kokain konsumiert. Mit diesem Geständnis erzwang der "Lord of the rings" seinerzeit seinen Team-Ausschluss, der "Rückfall" galt als Karriereende des kleinen Weltklasseturners.

Später sagte der Ringespezialist allerdings, dass das Kokaingeständnis nur eine Notlüge gewesen sei. Er sei mental einfach nicht in der Lage gewesen, als Medaillenkandidat dem Druck einer Heim-WM standzuhalten. Wegen nachgewiesenen Kokainkonsums war van Gelder von Juni 2009 bis Juni 2010 gesperrt gewesen.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel