Kunstturn-Europameister Fabian Hambüchen wünscht sich, dass die Weltmeisterschaften trotz des Unfalls im Atomkraftwerk Fukushima vom 7. bis 16. Oktober wie geplant in Tokio stattfinden können.

"Ich war schon elf oder zwölf Mal in Japan und habe dorthin gute Kontakte. Es wäre traurig, wenn sie es nicht schaffen", sagte der verletzte Turn-Star am Rande der europäischen Titelkämpfe in Berlin.

In Japan selbst habe sich die Einstellung zu den Geschehnissen mittlerweile geändert, berichtete der Wetzlarer. Anfangs hätten die Menschen dort wie gelähmt auf die Vorfälle reagiert, mittlerweile aber hätten sie den Kampf angenommen. "Ganz Japan kämpft. Die Jungs sind gut drauf", sagte der Wetzlarer.

Der Olympia-Dritte am Reck hatte seinen befreundeten Athleten in Fernost nach dem Unglück angeboten, nach Deutschland kommen zu können. "Ich habe schnell Kontakt aufgenommen und gefragt, ob sie bei uns wohnen und trainieren wollen. Es blieb aber bei einem Dankeschön", sagte der 23-Jährige.

Der Titelverteidiger ist nach seinem Achillessehnenriss Mitte Januar bei der EM in Berlin zum Zuschauen verdammt, dafür aber als TV-Experte im Einsatz. Im Spätsommer will er wieder ins Wettkampfgeschehen eingreifen. "Wenn ich bei der WM starten will, müsste ich eigentlich schon bei den deutschen Meisterschaften an den Start gehen. Die DM dient als WM-Qualifikation. Ich muss aber darüber noch mit Bundestrainer Andreas Hirsch reden", sagte der ehemalige Reck-Weltmeister.

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