Der Weltverband FIG wird am Sonntag eine Entscheidung darüber treffen, ob die Kunstturn-Weltmeisterschaften wie geplant vom 8. bis 16. Oktober in Tokio stattfinden werden.

Vor der Sitzung des FIG-Exekutivkomitees im kalifornischen San Jose haben sich mehrere europäische Verbände für eine Verlegung der Welttitelkämpfe stark gemacht, nachdem die Umgebung des Kernkraftwerkes Fukushima, 240 Kilometer von der japanischen Hauptstadt entfernt, weiterhin radioaktiv verseucht ist.

"Wir fürchten um die Gesundheit unserer Athleten", erklärte Russlands Chefcoach Andrej Rodionenko. Auch DTB-Cheftrainer Andreas Hirsch und Mehrkampf-Europameister Philipp Boy sprachen sich gegen eine Austragung der Welttitelkämpfe im fernöstlichen Kaiserreich aus. Zum Japan-Cup im Juli wird keine deutsche Riege nach Yokohama reisen.

Die WM-Organisatoren wollen hingegen an der WM-Ausrichtung in Tokio festhalten, zumal die Wettkampfhalle beim Erdbeben vom 11. März weitgehend unbeschädigt blieb.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel