Bei seinem geglückten Comeback hat Turnstar Fabian Hambüchen bereits einen ersten Ausblick auf sein Programm für die Olympischen Spiele 2012 in London präsentiert.

Knapp sieben Monate nach seinem Achillessehnenriss turnte der Reck-Weltmeister von 2007 an seinem Lieblingsgerät eine Übung mit dem Schwierigkeitsgrad 7,5, mit der er auch in der englischen Hauptstadt auf Medaillenjagd gehen will.

Der Wetzlarer gewann mit seinem Verein KTV Straubenhardt den Bundesliga-Wettkampf vor rund 500 Zuschauern bei der ersatzgeschächten KTG Heidelberg deutlich 160:4.

"Ich war sehr verkrampft vor dem ersten Gerät. Der Gaul hat ganz schön gebockt. Aber an den Ringen habe ich meine ganze Wut rausgedrückt", sagte Hambüchen, der zu Beginn des Wettkampfs auf dem Seitpferd zweimal absteigen musste.

Doch bereits an den Ringen überzeugte Hambüchen mit 15,40 Punkten, nur Barren-Europameister Marcel Nguyen (15,60) war besser.

"Ich habe mich regelrecht in der Wettkampf reingekämpft. Der Fuß hat keine Probleme gemacht", sagte Hambüchen, der trotzdem Boden und Sprung ausgelassen hatte:

"Das Reck war ein echter Fight Club, die Stange war sehr weich. Da habe ich gedacht, mir fackeln die Hände ab." Trotz einiger Abzüge erreichte Hambüchen am Reck 16,65 Punkte.

Spätestens Ende des Jahres will der 23-Jährige, der in einer Woche in Altendiez um die ersten Qualifikationspunkte auf dem Weg zu den Weltmeisterschaften im Oktober in Tokio kämpft, wieder einen kompletten Sechskampf bestreiten.

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