Ungeachtet eines Ausnahmeantrags des SV Halle an den Lenkungsstab des Deutschen Turner-Bundes sieht Bundestrainer Andreas Hirsch für eine WM-Teilnahme des verletzten Mannschafts-Europameisters Matthias Fahrig nur eine minimale Chance.

"Matthias war 2011 nirgends dabei, sein letzter Leistungsnachweis ist schon arg lange her. Er steht mit dem Rücken zur Wand, seine Situation ist sehr problematisch", sagte der Chefcoach 48 Stunden vor dem Beginn der deutschen Kunstturn-Meisterschaften in Göppingen.

Der 25-Jährige, noch 2010 Europameister am Boden, kann an den nationalen Titelkämpfen wegen einer Sehnenverletzung am Fuß nicht teilnehmen.

Wegen dieser Blessur hatte der Hallenser auch die erste WM-Qualifikation vor knapp zwei Wochen in Altendiez auslassen müssen. Die Riege für die Weltmeisterschaften vom 7. bis 16. Oktober in Tokio soll am Sonntag nominiert werden.

Der Antrag aus Halle zielt darauf ab, dass Fahrig seine WM-Tauglichkeit nachträglich unter Beweis stellen darf. Der Zeitsoldat hat seine besonderen Stärken am Boden und beim Sprung, genau die Geräte, die der ehemalige Reck-Weltmeister Fabian Hambüchen nach seinem Achillessehnenriss im Januar noch nicht im Wettkampf turnt.

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