Hohes (Sportler-)Alter, aber auch hohe Ansprüche: Mit 38 Jahren peilt Anna Dogonadze bei den am Donnerstag beginnenden Weltmeisterschaften der Trampolinturner in Birmingham noch einmal eine Olympia-Qualifikation an, die vierte ihrer Karriere.

"Ich habe zwar eigentlich alles schon erreicht, aber ich möchte noch mehr erreichen", sagt die Goldmedaillengewinnerin von Athen 2004.

Ihre fast schon chronischen Rückenbeschwerden hat sie weitgehend im Griff, neu und noch etwas ungewohnt ist für sie die neue Wertungsbestimmung, nach der auch die Höhe der zehn Sprünge einer Übung mit in die Notengebung einfließt.

Für Bundestrainer Michael Kuhn ist die Diplomsportlehrerin aus Bad Kreuznach aber nach wie vor die wichtigste Punktesammlerin im Team: "Anna ist in einer guten Verfassung, ich traue ihr sehr viel zu."

Das Maximalziel ist ein Platz im Einzel-Finale am Samstag, dies wäre gleichbedeutend mit einer direkten Olympia-Qualifikation. Sollte es für Dogonadze nur zu Rang neun bis 21 reichen, muss die gebürtige Georgierin im Januar ihre zweite Chance bei einem Ausscheidungswettkampf in London wahrnehmen.

Bei den Männern hofft der Deutsche Turner-Bund auf ein gutes Abschneiden von Martin Gromowski und dem deutschen Meister Karsten Kuritz aus Schwäbisch-Gmünd. Bei den Welttitelkämpfen werden auch Titel in den nicht-olympischen Disziplinen wie Synchronturnen und dem Mannschaftswettbewerb vergeben.

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