Chefcoach Andreas Hirsch sorgt sich vier Tage vor der zweiten und letzten Olympia-Qualifikation der Kunstturner am Samstag (14 Uhr) in Frankfurt/Main um die Form von Europameister Philipp Boy.
"Er war in den letzten Jahren das absolute Rückgrat in unserem Team. Jetzt konnte er von Januar bis März nur reduziertes Training absolvieren. Das macht mir stark zu schaffen", sagte der Bundestrainer am Dienstag über den zweimaligen Vize-Weltmeister im Mehrkampf und fügte an:
"Da müssen Wege aufgezeigt werden. Da muss man unterstützen, fordern und fördern." Man versuche jetzt, "einen ganz engen Schulterschluss" im Training herzustellen.
Ex-Weltmeister Fabian Hambüchen will am Wochenende seinen Heimvorteil nutzen.
"Ich freue mich riesig auf dieses olympische Jahr. Ich kann es kaum erwarten, vor heimischem Publikum wieder zu zeigen, was ich kann und will allen eine gute Show bieten", erklärte der Wetzlarer Hambüchen, der bei den Deutschen Meisterschaften in Düsseldorf vor zwei Wochen drei Titel holte.
Dritter Sieganwärter im Mehrkampf ist der aktuelle Barren-Europameister Marcel Nguyen.
Für Eugen Spiridonov aus Bous sind die Chancen auf eine Olympia-Teilnahme hingegen deutlich gesunken.
Der 30-Jährige musste seine Teilnahme in Frankfurt aufgrund von Problemen an der rechten Schulter absagen.
"Gerade für Ringe-Übungen ist die Schulter maßgeblich. Auf Anraten unseres Teamarztes soll er den Wettkampf unterlassen", sagte Hirsch.
In guter Verfassung präsentierte sich hingegen zuletzt Elisabeth Seitz. Die Vize-Europameisterin im Mehrkampf avancierte vor zwei Wochen in Düsseldorf zur dreifachen deutsche Meisterin.
"Es geht in Frankfurt darum, meine Übungen weiter zu stabilisieren und perfektionieren", sagte die 18 Jahre alte Schülerin von der TG Mannheim.

Lawrence Okoye wird Footballspieler: Der britische Modellathlet erhält bei den San Francisco 49ers einen Dreijahresvertrag. Der Head Coach des Vizemeisters schwärmt. Sportler auf Abwegen.