Mit einer Sicherheitsübung hat Fabian Hambüchen am Reck zum Auftakt der Kunstturn-Europameisterschaften in Moskau die Weichen Richtung Finale gestellt.

Nach dem zweiten von drei Durchgängen ist der Olympia-Zweite am Königsgerät mit 14, 800 Punkten Zweiter hinter dem Kroaten Marijo Moznic (15,008).

Probleme beim sogenannten Adler verhinderten eine noch bessere Bewertung des Ex-Weltmeisters aus Wetzlar, der mit seiner Übung aber die Entscheidung der besten acht Athleten am Sonntag erreichen sollte.

Beim Sprung verhinderte ein zu niedriger Schwierigkeitsgrad die Final-Teilnahme am Samstag.

"Dank meiner Routine habe ich mich ganz gut retten können. Ich sehe das locker, im Finale fangen ja alle wieder bei null Punkten an", sagte der 25-Jährige, den sein Schnitzer 0,4 Zähler gekostet hatte.

Hambüchen hat zudem das Glück, dass Olympiasieger Epke Zonderland aus den Niederlanden aus beruflichen Gründen (Praktikum im Krankenhaus) fehlt.

Andreas Toba, der als einziger deutscher Athlet in der russischen Hauptstadt einen kompletten Sechskampf absolviert, hatte keine Probleme, sich praktisch schon vorzeitig für die Mehrkampf-Entscheidung am Freitag (11.00 Uhr) zu qualifizieren.

Dennoch blieb der 22-Jährige Hannoveraner als Elfter des Zwischenklassements (83,723) unter seinen Möglichkeiten, nur ein gelungener Kasamatsu beim Sprung ragte heraus.

Begonnen hatte der Wettkampf für Hambüchen im Olimpiski Sportkomplex mit einem schnellen Absteiger schon beim Angang am Seitpferd.

An diesem Gerät hatte der Hesse sich ohnehin keine Chancen auf das Erreichen des Finales ausgerechnet.

Ein gefährlicher Rivale von Barren-Europameister Marcel Nguyen (Unterhaching) verpasste die Entscheidung an diesem Gerät.

Ex-Weltmeister Mitja Petkovsek aus Slowenien konnte seinen Abgang nicht stehen und fiel entscheidend zurück.

Der Olympia-Zweite Nguyen muss erst am späten Nachmittag im dritten und letzten Qualifikations-Durchgang an die Geräte.

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