Zum Auftakt der Frauen-Konkurrenzen hat Sophie Scheder bei den Kunstturn-Europameisterschaften in Moskau ihre Finalambitionen am Stufenbarren untermauert.

Die Chemnitzerin, aktuelle Junioren-Europameisterin an diesem Gerät, erturnte mit einer hochklassigen Übung 14,700 Punkte und übernahm nach dem ersten von drei Qualifikationsdurchgängen die Führung am Doppelreck.

"Dabei habe ich sogar noch eine schwierige Verbindung gar nicht geturnt", sagte die 16-Jährige, die sich derzeit wegen eines Knochenödems in der Hüfte ganz auf ihr Spezialgerät konzentrieren muss.

Dass sie bereits am Vormittag ans Gerät musste, empfand sie nicht als Nachteil: "Ich habe es immer gern schnell hinter mir."

Dagegen musste EM-Debütantin Cagla Akyol ihrer Nervosität Tribut zollen. Nach mehreren Patzern nimmt die Heidelbergerin mit türkischen Wurzeln im Zwischenklassement des Mehrkampfs vorerst den sechsten Platz ein.

Am Ende des Vorkampfs qualifizieren sich die besten 24 Athletinnen für die Medaillenentscheidung am Freitag (15. 30 Uhr/Eurosport). Beste Vierkämpferin war zunächst Anastasia Grischina aus Russland (56,065).

Mehrere Leistungsträgerinnen wie die Stuttgarter Olympiaturnerin Kim Bui (Studium) und Vize-Europameisterin Elisabeth Seitz aus Mannheim (Abiturvorbereitungen) hatten ihre EM-Teilnahme abgesagt.

Ex-Weltmeisterin Oksana Chusovitina (Herkenrath) startet seit Jahresbeginn wieder für ihr Geburtsland Usbekistan.

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