Der Schweizer EM-Zweite Lucas Fischer muss auf einen Start bei den Turn-Weltmeisterschaften vom 30. September bis 6. Oktober in Antwerpen verzichten.

Wie der er bei einer Pressekonferenz in Aarau mitteilte, habe er Mitte August bereits seinen siebten epileptischen Anfall erlitten.

Zwei Jahre nach dem letzten Anfall habe ihn der neueste Schock völlig unvorbereitet getroffen, erklärte Fischer neidergeschlagen. Der Medientermin fiel ihm deshalb sichtlich schwer.

"Psychisch geht es mir nicht gut", gab er zu. "Ich erhole mich nur langsam."

Und doch zeigte sich der 23-Jährige, der neben den epileptischen Anfällen bereits Bänderrisse, Überdehnungen und schon andere Verletzungen an Rücken, Füßen oder Sprunggelenk überstanden hat, kämpferisch und blickte in die Zukunft.

Ein Rücktritt komme nicht infrage, machte er klar. Stattdessen zieht er nun eine Operation vor, bei der die Kniescheibe gerichtet wird. Dieser Eingriff war eigentlich erst nach den WM geplant.

"Wann ich mein Comeback gebe, entscheidet der Zustand des Knies", sagte er. "Ich will die Kraft finden, wieder aufzustehen und nicht aufzugeben." Er rechnet mit einem Comeback im Laufe des nächsten Jahres.

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