Fabian Hambüchen hat sich am Sonntag eindruckvoll seinen Startplatz bei den Turn-Weltmeisterschaften Ende des Monats in Antwerpen gesichert.

Trotz eines Patzers am Seitpferd gewann der 25-jährige Wetzlarer am Sonntag die einzige WM-Qualifikation der deutschen Turner in Berlin mit 87,95 Punkten und unterstrich am Reck mit einer Super-Übung (16,35) nachdrücklich seine Medaillenambitionen. In Belgien wird der Student an der Sporthochschule Köln seine siebte WM seit 2003 erleben.

In einem Wettkampf mit insgesamt zu vielen Fehlern und Unsicherheiten konnte keiner der anderen Turner rundum überzeugen.

Der EM-Siebte Andreas Toba (Hannover/81,60) stürzte an Reck, Boden und Seitpferd, Lokalmatador Philip Sorrer kam vor heimischer Kulisse auch nicht zurecht und verspielte sein WM-Ticket.

Ex-Europameister Matthias Fahrig (Halle/Saale) überzeugte mit zwei sicheren Sprüngen, mied aber weiter die Höchstschwierigkeiten.

Am Boden landete er gleich bei der ersten Bahn auf dem Hinterteil und konnte seine Favoritenstellung nicht ausspielen. Eines WM-Finals würdig war hingegen die Reck-Übung des Chemnitzers Andreas Bretschneider (15,00).

Der zweimalige olympische Silbermedaillengewinner Marcel Nguyen verzichtet auf einen WM-Start und will im kommenden Jahr wieder mit voller Konzentration ins Geschehen eingreifen. Olympia-Turner Sebastian Krimmer aus Stuttgart fehlt in Antwerpen wegen einer Bizeps-Verletzung im linken Arm.

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