Sechs Tage vor Beginn der Weltmeisterschaften in Antwerpen hat Deutschlands Turnstar Fabian Hambüchen eingeräumt, nach dem Kampfrichterskandal beim Deutschen Turnfest in Mannheim überreagiert zu haben.

"Da sind Sprüche von mir gefallen, die aus der vollen Emotion kamen. Es war einfach eine blöde Situation, so wie es gelaufen ist", sagte der Reck-Spezialist am Dienstag im Trainingslager Kienbaum.

Bei den deutschen Meisterschaften war Hambüchen wegen eines Fehlers des Kampfgerichts um den Titel am Boden gekommen und somit nach dem Gewinn des Mehrkampfes erstmals seit 2005 ohne einen Gerätetitel geblieben.

Danach hatte der 25-jährige Ex-Weltmeister schwere Vorwürfe nicht nur in Richtung der Kampfrichter, sondern auch die gesamte Führung des Deutschen Turner-Bundes DTB gerichtet.

"Das wird der DTB in einigen Nachspielchen noch zu spüren bekommen. Und einige Leute dort sollten sich mal überlegen, ob sie in ihren Positionen dort noch richtig sind", hatte Hambüchen beim Turnfest erklärt.

Inzwischen scheint das Zerwürfnis beendet.

"Es hat viele Gespräche erfordert, um die Wogen wieder zu glätten", gab Hambüchen zu.

Von dem Kampfrichterfehler hatte in Mannheim sein Teamkollege Matthias Fahrig profitiert, der zum Meister am Boden gekürt worden war.

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