Fabian Hambüchen, Olympia-Zweiter und Ex-Weltmeister am Reck, hat vor gefährlichen Verflechtungen bei der Förderung deutscher Spitzensportler gewarnt.

"Bundeswehr und Verband kooperieren so eng, dass man als Athlet dort in Abhängigkeit geraten kann. Wer nicht hineinpasst, aber finanziell davon abhängig ist, auch von der Bundeswehr, der kann in Schwierigkeiten kommen", sagte Hambüchen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Der 25-Jährige studiert seit einem Jahr Sportmanagement und Kommunikation in Köln und ist mit dieser Entscheidung sehr zufrieden.

"Die Uni nimmt ja nicht den Fokus vom Sport weg. Ein Studium ist eine perfekte Ergänzung."

Der Wetzlarer räumte aber auch ein, bei seinen beruflichen Planungen privilegiert zu sein: "Zum Glück bin ich finanziell unabhängig. Ich habe Sponsoren, ich habe Auftritte. Ich brauche keine Bundeswehr."

Hambüchen kündigte im "FAZ"-Interview zudem an, vor den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro ein Urlaubssemester einlegen zu wollen.

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