Für Andreas Toba sind die Kunstturn-Weltmeisterschaften in Antwerpen bereits nach dem ersten von vier Qualifikationsdurchgängen beendet.

Der deutsche Vize-Meister verpasste an seinen vier Geräten die Finalentscheidungen am Wochenende.

Mit einem Sturz aus der Bodenfläche heraus nach seiner Dreifachschraube am Ende der Übung hatte der Hannoveraner einen missratenen Start.

Am Seitpferd und an den Ringen hingegen kam der 22-Jährige weitgehend fehlerfrei durch seine Programme, dennoch reichten jeweils 14,40 Punkte nicht.

Für den am rechten Fuß verletzten Thomas Taranu beim Sprung nachnominiert, zeigte Toba dort zu wenig für das Erreichen des Endkampfes.

"Dass ich den Mehrkampf nicht bestreiten durfte, hat mir schon zu denken gegeben. Aber ich hatte bei der internen WM-Ausscheidung leider einen ganz schwachen Tag erwischt", sagte Toba.

Tobas Teamkollege Christopher Jursch verpasste nach zwei groben Patzern am Reck das Finale.

Nach einer soliden Vorstellung am Barren kam der 21-Jährige immerhin auf 14,90 Zähler, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aber auch zu wenig für die Medaillenentscheidung.

Der deutsche Reck-Meister aus Cottbus hatte allerdings am Abend noch die Chance, sich am Seitpferd für den Finalwettkampf zu qualifizieren.

Begonnen hatten die Titelkämpfe am Vormittag im nur spärlich gefüllten Sportpaleis von Antwerpen mit einer Premiere.

Im Kampfgericht am Boden saß in Nikki Hanley erstmals in der 110-Jährigen WM-Geschichte eine Frau bei einem Männerwettbewerb.

Die 39-jährige Engländerin war an der Vergabe der Note für die Ausführung beteiligt.

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