Die umstrittenen Vorgänge im Bundesstützpunkt Rhythmische Sportgymnastik in Fellbach-Schmiden haben zu ersten personellen Konsequenzen geführt.

Nach nur einjähriger Tätigkeit als Teamchefin ist Trainerin Karina Pfennig von ihren Aufgaben entbunden worden.

Wie der Deutsche Turner-Bund mitteilte, sei dies "in gegenseitigem Einvernehmen" erfolgt.

In einem Gespräch mit dem DTB habe Pfennig diesen Schritt als die beste Lösung bezeichnet, "um Schaden von ihrer Person fernzuhalten und den Druck von den Gymnastinnen der RSG-Nationalmannschaft zu nehmen".

DTB-Präsident Rainer Brechtken äußerte "Respekt für die Entscheidung von Karina Pfennig, im Interesse der Mannschaft den Weg frei zu machen".

Der Vorgang ist offensichtlich eine Reaktion auf eine Strafanzeige wegen angeblicher Körperverletzung, Nötigung und Beleidigung.

Die 16 Jahre alte Gruppengymnastin Katerina Luschik hatte ihren Betreuerinnen unter anderem vorgeworfen, sie ins Gesicht geschlagen und wiederholt beschimpft zu haben.

Pfennig und ihre Kolleginnen haben bei einer Befragung durch den Verband abgestritten, an solchen Vorkommnissen beteiligt gewesen zu sein, eine entsprechende schriftliche Stellungnahme liegt dem DTB vor.

Federführend bei den Vorbereitungen der deutschen Gymnastinnen auf die Weltmeisterschaften 2014 in Izmir und 2015 in Stuttgart sind nunmehr Bundestrainerin Matalja Stsiapanawa sowie ihr Assistent Wladimir Komkow.

Zum Standortmanager in Fellbach-Schmiden wurde Michael Breuning vom Schwäbischen Turnerbund ernannt.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel