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Candace Parker ist die Schwester von Toronto Raptor Anthony Parker © getty

Candace Parker rückt die WNBA mit spektakulären Aktionen ins Rampenlicht. An historischer Stätte bringt sie ihre Vorgängerin ins Schwärmen.

München - Die Frauen-Liga WNBA hat eine neue Attraktion: Rookie Candace Parker. Sie tut das, womit Julius "Dr. J." Erving die NBA in den 70er Jahren revolutioniert hat: dunken.

In der Nacht auf Montag bekam die Flügelspielerin der Los Angeles Sparks einen Pass ihrer Mitspielerin Raffaella Masciadri.

Parker hatte niemanden mehr vor sich und schloss den Schnellangriff mit einem eleganten Dunking ab. Es sah alles ganz leicht aus, als hätte die 22-Jährige nie etwas anderes getan.

"Als ich den Ball bekam und freie Bahn hatte, dachte ich, es wäre jetzt eine gute Gelegenheit", berichtete Parker, die 1,93 Meter groß ist.

Erst der zweite WNBA-Dunk

Die Zuschauer rieben sich verwundert die Augen. So etwas hatte es bei einem regulären Saisonspiel in der WNBA zuvor erst einmal gegeben.

Lisa Leslie, ebenfalls L.A. Sparks, hatte 2002 bereits den Ball durch die Reuse gestopft. Es war sogar zwei Mal der gleiche Korb des Staples Centers.

Dunkendes Duo

Das dunkende Duo war beim 77:63 gegen Indiana Fever der Sieggarant. Parker hatte mit je zehn Punkten und Rebounds ein Double-Double, Leslie verbuchte 17 Zähler und neun Rebounds.

Stunden nach dem erst zwölften Spiel ihrer Karriere bekam Parker den Preis für die beste College-Athletin der USA überreicht.

Und der zweite folgt sogleich

Während ihrer Zeit an der Hochschule von Tennessee hatte sie sich bereits einen Namen als Überfliegerin gemacht. Sie ist die erste Studentin, die während eines NCAA-Spiels zwei Mal "geslamt" hat.

Parkers WNBA-Dunk sollte kein einmaliges Erlebnis bleiben: Schon im nächsten Spiel hob die Schwester von Toronto Raptor Anthony Parker erneut ab und drückte den Ball durch den Ring, beim 76:62-Sieg gegen Seattle Storm.

Selbst Leslie schwärmt

Wieder war sie die treibende Kraft, mit 22 Punkten und elf Rebounds. "Sie wird jedes Spiel besser", schwärmte Leslie, die wohl bekannteste Spielerin der Liga.

Der WNBA kann es nur recht sein. Erving brachte die Bruderliga NBA mit seinen spektakulären Flugeinlagen damals ins Rampenlicht.

Tobias Kimmel

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